Scanner |
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Ein Scanner ist ein Gerät zur Digitalisierung, also zum Einlesen von analogen Vorlagen in einen Rechner. Scannen ist also das Umwandeln von analogen in digitale Informationen. Das sind zumeist Texte, Grafiken und Tabellen. Als Ergebnis gibt es eine Datei. Diese Datei kann danach mit entsprechenden Programmen weiterbearbeitet werden, beispielsweise kann eine Grafik mit einem Grafikprogramm weiterbearbeitet, gespeichert und gedruckt werden.
Wir unterscheiden Flachbett-Scanner, Hand-Scanner, Rollen-Scanner, Overhead-Scanner und Spezial-Scanner.
Flachbett-Scanner
Hier liegt die Vorlage plan auf einer Glasplatte auf und wird von unten
eingescannt. Dabei kann die Vorlage mechanisch über den Einlesemechanismus
bewegt werden oder aber der Mechanismus bewegt sich und die Vorlage bleibt wie
sie ist. Diese Scanner sind die einfachsten und daher oft sehr preisgünstig.
Hochwertige Flachbett Scanner verfügen über SCSI, FireWire oder USB Anschluss.
Veraltet sind Scanner für den Parallel Port.
Hand-Scanner
Dieser Scanner wird von Hand über die einzulesende Oberfläche geschoben oder
gezogen. Da sich durch die Handbewegung Ungenauigkeiten einschleichen können
sind solche Scanner zumeist im Spielbereich anzusiedeln. Es gab wenige Hand
Scanner die auch höheren Ansprüchen genügten. Heute sind sie fast vom Markt
verschwunden.
Rollen-Scanner
Bei Rollen-Scannern wird die Vorlage mechanisch durch zwei Andruckplatten
hindurchgeführt. Rollen-Scanner sind in den meisten Fällen reine Profigeräte und
werden zusammen mit sehr leistungsfähigen Rechnern eingesetzt. Fast immer
verfügen sie über einen SCSI Anschluss. Da es sich um Profigeräte handelt sind
die Preise oft entsprechend hoch.
Overhead-Scanner
Diese Overhead-Scanner gleiten über die einzulesende Oberfläche hinweg und
lesen diese ein. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Größen, vom Tischgerät
bis hin zu ortsfesten Geräten, die in einer Halle stehen. Diese Art Scanner sind
daher auch für das Einlesen von 3-D Objekten geeignet. Häufig wird ein Laser als
Lichtquelle eingesetzt. Overhead-Scanner sind Profigeräte.
Digitalisierung und OCR |
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Unter Digitalisierung versteht man das Umwandeln von analogen in digitale Informationen. Die analogen Werte wie Farben oder Graustufen werden in rein digitale Zahlenwerte umgesetzt. Diese sind dann in einer für den Rechner verständlichen Form und können bearbeitet werden.
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Wichtig
ist für uns das Verständnis, dass der Computer zwischen einem Zeichen
auf dem Bildschirm (Bildpunkte), dem Zeichen im Arbeitsspeicher (binärer
Wert / Adresse) und dem gedruckten Zeichen (Bildpunkte) unterscheidet.
Texte und Zahlen müssen in Binärwerten vorliegen damit ein Programm
etwas brauchbares damit anfangen kann und beispielsweise einen
gescannten Text editieren kann.
Die Optische Zeichenerkennung wandelt die Bilder um und weist ihnen
Textzeichen Buchstaben oder andere Zeichen zu. Je nachdem wie gut die
OCR Software ist, muss danach bei der Buchstabenerkennung noch etwas
nachgeholfen werden, die Software muss lernen. Je besser die Vorlage
desto besser und schneller kann die Zeichenerkennung erfolgen. Im Laufe
der Zeit hat die Software gut gelernt und macht weniger Fehler. Moderne
OCR Programme haben eine eigene, hochwertige Systemlogik (Fuzzy Logic),
die die Auswertung der Bildpunkte durchführt.
Daher sind Profisysteme mit hochwertigen Scannern und hochwertigen
Programmen ausgestattet und kosten dementsprechend. Je besser die Hard-
und Software desto schneller kann das Scannen und Texterkennen erfolgen.
Solch hochwertige Programme erkennen dann auch ob eine Vorlage aus
Texten und Tabellen sowie Grafiken bestehen, ordnen die gescannten Daten
auch nach den Spalten und Reihen und weisen die entsprechende
Programmapplikation zu, sorgen also dafür dass die Grafik auch mit einem
Grafikprogramm bearbeitet wird und nicht mit einer Tabellenkalkulation.
Heute sind die Standard OCR Programme bereits recht leistungsstark und kaum noch mit jenen aus den Jahren 2003 zu vergleichen. So kann man auch mit bezahlbaren Lösungen und etwas Übung brauchbare Ergebnisse erzielen.
dpi |
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Diese Abkürzung steht für Dots Per Inch, also Zeichen pro Zoll. Ein Zoll sind bekanntlich 2.54 cm. Scanner und Drucker werden mit dieser Angabe bewertet. Je höher der wirkliche dpi Wert (die Auflösung), desto besser ist das Gerät. Dieser Wert ist auch bei der Bildbearbeitung und bei Dateien wichtig.
Ein kleines Rechenbeispiel:
Nehmen wir ein Foto in der Größe DIN-A-4 welches wir mit 800 dpi einscannen. 800
dpi entsprechen 315 Zeichen pro Zentimeter. Das DIN-A-4 Format hat 210mm auf
297mm.
Daraus ergibt sich folgendes:
315 X 21,0 = 6.615 Punkte in der Bildbreite und 315 X 29,7 = 9.356 Punkte in der Bildlänge. Das macht genau 61.883.325 Bildpunkte in der einfachen Graustufengrafik und entspricht somit etwa 60 MB auf der Festplatte. Kommt noch Farbe dazu wird die Datei schnell größer. Bei einer RGB Grafik werden drei Farben verwendet, das Bild wird mit knapp 180 MB etwa dreimal so groß. Wird eine CMYK Grafik wie für Druckereien genutzt macht das schon den vierfachen Wert also 240 MB. Es empfiehlt sich daher stets nur mit der Auflösung zu arbeiten, die tatsächlich benötigt wird. Wird bei unserem Beispiel das DIN-A-4 Bild mit einem Farbdrucker ganzflächig mit 300 dpi gedruckt braucht es keine Scanner Auflösung von 800 dpi.
Das RGB-Modell |
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Beim RGB-Modell wird eine Farbe
durch ihre Anteile an den drei Grundfarben Rot, Grün und Blau definiert.
Jede Farbe hat also einen Rotwert, einen Grünwert und einen Blauwert.
Jeder der drei Werte wird durch Zahlen zwischen 0 und 255 definiert. Der
Wert 0 bedeutet: keinen Anteil an der betreffenden Grundfarbe, der Wert
255 bedeutet: maximalen Anteil an der betreffenden Grundfarbe. Ein
dunkles Blau hat nach diesem Schema z.B. die Farbwerte 0,0,153. (0 rot,
0 grün, 153 blau). Mit diesem Schema können bis zu 16,7 Mio.
unterschiedliche Farben definiert werden. RGB eignet sich sehr gut
für die Bilddarstellung auf Monitoren und anderen Datensichtgeräten, ist
allerdings für den professionellen Farbdruck weniger geeignet. Hier
kommt beispielsweise CMYK zum Einsatz.
CMYK |
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Cyan - Magenta - Yellow - Black
Dieser Farbmodus wird in der Regeln nur angewandt, wenn eine Druckausgabe erfolgt, da die Farbdrucker oder Maschinen in Druckereien die Farben nicht nach dem RGB-Modus zusammenstellen sondern in diesem Vierfarbmodus. CMYK ist ein subtraktives Farbschema für den Vierfarbendruck, in dem die einzelnen Farben durch Angabe der prozentualen Anteile von Cyan (Cyanblau), Magenta (Magentarot), Gelb und einer so genannten Schlüsselfarbe (Schwarz) definiert werden. Druckereien arbeiten sehr oft nach diesem Modell. Für ein vierfarbiges Bild müssen vier einzelne Abzüge erstellt werden.
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