DOS

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DOS Installation

DOS steht für Disk Operating System, und bezeichnet ein Betriebssystem für PCs. Sie bekommen MS-DOS (Version 6.22) auf 3 bzw. 4 3 ½ -Disketten, die zusammen ca. 5 MByte Daten enthalten. Das eigentliche Betriebssystem besteht aus den drei Dateien IO.SYS, MSDOS.SYS und COMMAND.COM. Die beiden Dateien IO.SYS und MSDOS.SYS sind der Kern des Betriebssystems und werden in einem eigens für sie vorgesehenen Bereich, dem Bootblock, versteckt auf dem Datenträger angelegt. D.h. sie sind mit dem normalen DIR-Befehl nicht zu sehen. Das Programm COMMAND.COM, der sichtbare Teile des Betriebssystems ist der so genannte Kommandoprozessor. Er nimmt Befehle entgegen, interpretiert sie, leitet sie weiter oder führt sie aus, da er alle wichtigen Befehle (sog. interne Befehle) integriert hat.

Mehr als diese drei Programme sind nicht nötig um den Rechner zu starten und jedes Programm, das mit dem Betriebssystem MS DOS läuft, zu betreiben. Diese Dateien - sprich das eigentliche DOS - ist immer noch das sicherlich stabilste und einfachste Betriebssystem für Mikrocomputer aus dem Hause Microsoft. Alle anderen Programme, die mit MS DOS mitgeliefert werden, sind so genannte externe Befehle, eigenständige Dateien die nach Bedarf aufgerufen werden. Die externen Befehle sind Dienstprogramme, die den Umgang mit dem Rechner erleichtern, aber für die einwandfreie Funktion des Betriebssystem nicht notwendig sind.

Als Beispiele wären hier zu nennen:

Architektur von MS DOS

IO.SYS

ist die erste Datei, die durch den Bootsektor-Code geladen wird. Sie enthält die Device-Treiber, die die Anforderungen des BIOS unterstützt. IO.SYS ist auch für die Kontrolle des restlichen Bootvorganges verantwortlich, wobei andere Dateien geladen bzw. aufgerufen werden. IO.SYS spricht die Hardware entweder direkt oder über das ROM-BIOS an.

MSDOS.SYS

enthält den so genannten Kernel-Code, welcher das Herz des Betriebssystems ist. Diese Datei ist für den Empfang von Service-Anforderungen verantwortlich und übersetzt diese in diskrete Aktionen, welche IO.SYS mittels der Device-Treiber und der Hardware ausführen kann.

COMMAND.COM (Kommandointerpreter)

ist das Benutzer-Interface zu MS DOS. Dieses Programm ist wie jede andere Applikation. Es akzeptiert Anforderungen der Benutzer und verbindet andere Programme oder leitet Anforderungen an MSDOS.SYS weiter. Applikationen können direkt mit dem MS DOS SYS-Interface kommunizieren.

ROOT

Die oben genannten Dateien befinden sich im ROOT-Directory des Boot-Laufwerkes. IO.SYS und MSDOS.SYS müssen sich dort befinden, während COMMAND.COM auch in Unterverzeichnissen stehen kann. Es muss nur sichergestellt werden, dass in der Datei CONFIG.SYS folgende Zeile eingefügt ist:

COMSPEC=drive:\path\COMMAND.COM

MS DOS lädt den Kommando-Interpreter in zwei Teilen. Zum Einen wird der resistente Teil (befindet sich immer im Speicher) und zum Anderen der transiente Teil (am oberen Ende des konventionellen Speichers) geladen.

Einige Programme überschreiben den transienten Teil während der Laufzeit. Ist dies der Fall, so muss der resitente Teil den transienten Teil nachladen. Mittels der Environment-Variable COMSPEC kann der resitente Teil feststellen, wo sich die Datei COMMAND.COM befindet.

Konfiguration des Systems

Der PC muss auf die verschiedenen Systemkomponenten eingestellt werden. Die Einstellung der gesamten Arbeitsumgebung ist in weiten Grenzen dem Anwender überlassen. Dabei muss man zwei grundsätzlich verschiedene Arten der Konfiguration unterscheiden:

Diese zwei speziellen Dateien werden beim Systemstart erkannt und abgearbeitet. In ihnen wird die Anwenderumgebung festgelegt, indem benötigte Steuersoftware (Treiber) geladen und spezifische Einstellungen vorgenommen werden.

Weitere Informationen zu DOS erhalten Sie u.a. hier: 

Deutsches DOS Forum
http://www.chemie.fu-berlin.de/glossar/msdos.html

DOS Kommandos

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Allgemeines

Die folgenden Informationen beziehen sich auf die DOS Version 6.22 von Microsoft. Die Schreibweise DOS bezieht sich hier ebenfalls ausschließlich auf die Version MS DOS 6.22 Andere Versionen können ähnliche oder gar identische Befehle haben, müssen dies aber nicht. Auch ist die Version MS DOS 6.22 nicht der Weisheit letzter Schluss, dennoch hat der Autor sie als Referenz genommen. Zur Vereinheitlichung werden Kommandos in diesen Hardwarerundlagen in GROSSBUCHSTABEN angezeigt. Da das alte DOS keine Unterschiede zwischen Groß- und Kleinschreibung macht, kommt uns das hier entgegen. Sie können diese Befehle natürlich in Kleinschrift eingeben.

Folgendes sei für DOS 6.22 definiert:

Durch Drücken von zwei Tasten können Steuerungszeichen eingegeben werden. Halten Sie die Taste STRG gedrückt und drücken Sie die eine zweite Taste. Beispielsweise wird mit der Kombination STRG + C eine Anweisung oder Programm unterbrochen. Diese STRG-Taste wird Steuerungs- oder Control-Taste genannt. Demzufolge kann auf einem anderssprachigen Keyboard auch die Abkürzung CTRL zu finden sein. Weiterführende Informationen finden Sie in Ihrem DOS Handbuch.

Laufwerke sind Buchstaben zugeordnet, dabei sind “A” und “B” die lokalen Diskettenlaufwerke, die erste Festplatte wird mit “C” bezeichnet, das letzte Laufwerk hat damit die Bezeichnung “Z”. Mehr Laufwerke können unter DOS nicht zugeordnet werden.

DOS Befehle unterteilen wir in INTERNE und EXTERNE Befehle.

Interne Befehle sind Bestandteile des Kommandointerpreters (COMMAND.COM) Die Angaben der Datei CONFIG.SYS zählen ebenfalls dazu.

Externe Befehle müssen von extern nachgeladen werden und stehen normalerweise im Verzeichnis C:\DOS wie z.B. die Befehle: XCOPY, DELTREE, FDISK usw. Sehen Sie ruhig einmal nach, Sie werden sich wundern welche Befehle intern und welche extern sind.

Das eigentliche DOS besteht aus den Dateien IO.SYS, MSDOS.SYS und dem Kommandointerpreter COMMAND.COM und läuft wirklich stabil.

MERKE:

DOS Befehle haben fast immer Optionen, diese werden mit dem Schrägstrich “/” eingeleitet. Die Option welche man sich unbedingt merken sollte lautet /? für Hilfe. Versuchen Sie einmal diese Option bei verschiedenen Befehlen, es lohnt sich und erklärt viele Befehle.

DOS ist bereits mit drei Programmdateien stabil lauffähig:

IO.SYS und MSDOS.SYS sind beides Systemdateien, IO.SYS regelt die Ein- und Ausgaben von und zum Rechner (Input & Output File)

COMMAND.COM ist der so genannte Kommando-Interpreter, er analysiert die Tastatureingaben und veranlasst die Abarbeitung von Befehlen und Programmen. Diese drei Dateien sind lebensnotwendig, wird auch nur eine davon gelöscht, verändert, umbenannt oder in ein anderes Verzeichnis kopiert, ist der Computer nicht mehr voll arbeitsfähig bzw. kann nicht wieder neu gestartet werden! Sie befinden sich auf der Festplatte im Wurzelverzeichnis, der ROOT und sind im allgemeinen ausreichend vor Veränderung geschützt, so dass ein versehentliches Löschen ausgeschlossen werden kann. MS-DOS kann durch zwei Konfigurationsdateien an die individuellen Erfordernisse der Hardware und des Anwenders angepasst werden.

CONFIG.SYS enthält Programmaufrufe zur Unterstützung zusätzlicher Hardware (z.B. CD-ROM-Laufwerk, Netzkarte, besonderer Monitor)

AUTOEXEC.BAT enthält Parametereinstellungen (z.B. Sprache, Zeitzone) und die Abarbeitung von Befehlen, die beim Start des Computers immer wieder vorkommen (z.B. Login ins Netz).

Diese beiden Dateien müssen sich ebenfalls im Wurzelverzeichnis des Computers befinden und werden nur einmal beim Start des Computers abgearbeitet. Werden sie verändert, arbeitet der Computer bis zum Ausschalten unverändert weiter. Diese Änderungen wirken sich erst beim nächsten Start des Computers aus. Deshalb ist nach einer gezielten Veränderung immer ein Neustart notwendig!

Befehlsübersicht

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Befehlsübersicht (Auszug)

ATTRIB

BREAK

CD

CHCP

CHDIR

CHKDSK

CLS

COMMAND

COPY

 DATE

DBLSPACE

DEBUG

DEFRAG

DEL

DELTREE

DIR

DISKCOPY

DOSKEY

 ECHO

EDIT

EMM386

ERASE

EXIT

EXPAND

 FDISK

FIND

FOR .. NEXT

FORMAT

 HELP

INTERLNK

INTERSVR

KEYB

LABEL

LH oder LOADHIGH

LOADFIX

MD

MEM

MEMMAKER

MKDIR

MODE

MORE

MOVE

MSD

 PATH

PAUSE

PRINT

PROMPT

 RD

REN

RENAME

REPLACE

RMDIR

 SET

SETVER

SHARE

SORT

SYS

TIME

TREE

TYPE

UNDELETE

VER

VERIFY

VOL

XCOPY

Der Autor empfiehlt der geneigten Leserschaft die einzelnen Befehle mit der Option /? anzutesten.

Kopieren

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Wir erstellen eine Textdatei und speichern diese als TEXTFILE.TXT ab. Sollten wir kein externes Programm namens EDIT (oder einem anderen Editor) zur Hand haben und den uralten EDLIN bereits verschrottet haben, so kopieren Sie einfach manuell von der Konsole! Mit dem Befehl:

COPY CON TEXTFILE.TXT [RETURN]

Geben Sie danach einfach den Text ein, den Sie schreiben möchten und speichern Sie die Datei ab mit dem Kommando [STRG + Z]

Es erscheint die Meldung 1 Datei(en) kopiert

Sie können diese Textdatei mit jedem Texteditor bearbeiten. Auf diese Weise kann man sich im Notfall immer eine CONFIG.SYS und AUTOEXEC.BAT schreiben. Wir haben nun eine Datei selbst erstellt mit der wir nun kopieren können. Dazu gehen wir von folgender Dateistruktur aus:

Sie befinden sich auf der obersten Stufe der Verzeichnisse, der ROOT. Geben Sie daher ein CD\ [RETURN]

Kopieren Sie die Datei TEXTFILE.TXT in das Verzeichnis C:\TEST
COPY TEXTFILE.TXT C:\TEST [RETURN]
Es erscheint die Meldung 1 Datei(en) kopiert

Kopieren Sie die Datei TEXTFILE.TXT in das Verzeichnis C:\TEST als 001.001
COPY TEXTFILE.TXT C:\TEST\001.001 [RETURN]
Es erscheint die Meldung 1 Datei(en) kopiert

Kopieren Sie die Datei TEXTFILE.TXT in das Verzeichnis C:\TEST als 001.002
COPY TEXTFILE.TXT C:\TEST\001.002 [RETURN]
Es erscheint die Meldung 1 Datei(en) kopiert

Kopieren Sie die Datei TEXTFILE.TXT in das Verzeichnis C:\TEST als 001.003
COPY TEXTFILE.TXT C:\TEST\001.003 [RETURN]
Es erscheint die Meldung 1 Datei(en) kopiert

Kopieren Sie die Datei TEXTFILE.TXT in das Verzeichnis C:\TEST als 002.001
COPY TEXTFILE.TXT C:\TEST\002.001 [RETURN]
Es erscheint die Meldung 1 Datei(en) kopiert

Kopieren Sie die Datei TEXTFILE.TXT in das Verzeichnis C:\TEST als 002.002
COPY TEXTFILE.TXT C:\TEST\002.002 [RETURN]
Es erscheint die Meldung 1 Datei(en) kopiert

Kopieren Sie die Datei TEXTFILE.TXT in das Verzeichnis C:\TEST als 002.003
COPY TEXTFILE.TXT C:\TEST\002.003 [RETURN]
Es erscheint die Meldung 1 Datei(en) kopiert

Wir sehen uns das Inhaltsverzeichnis von C:\TEST an
DIR C:\TEST [RETURN]
(Nicht vergessen, wir befinden uns immer noch auf C:\ !!)

Datenträger in Laufwerk C: FESTPLATTE
Seriennummer des Datenträgers: 4711-0815
Verzeichnis von C:\test

. <DIR> 23.06.00 12:36 .

.. <DIR> 23.06.00 12:36 ..

TEXT TXT 0 23.06.00 12:39 text.txt

001 001 34 23.06.00 12:22 001.001

001 002 34 23.06.00 12:22 001.002

001 003 34 23.06.00 12:22 001.003

002 001 34 23.06.00 12:22 002.001

002 002 34 23.06.00 12:22 002.002

002 003 34 23.06.00 12:22 002.003

7 Datei(en) 204 Bytes

2 Verzeichnis(se) XXX.XXX.XXX Bytes frei

Beim Kopieren unter DOS merken wir uns folgende Syntax:

Die Pfadangaben müssen immer dann angeben werden, wenn Sie sich nicht in dem angegebenen Verzeichnis befinden.

Unter DOS kann man mehrere Dateien auf einen Streich kopieren. Versuchen Sie folgenden Befehl:

COPY 001.001 + 001.002 + 001.003 + 002.001 + 002.002 + 002.003 = NEU.TXT Die Datei NEU.TXT enthält den Inhalt aller angegebenen Dateien.

Das Kopieren mit COPY ist unter DOS auf reine Dateien beschränkt, Verzeichnisse können dabei nicht kopiert werden.

XCOPY ermöglicht das Kopieren von Dateien und Unterverzeichnissen. Auch hier gibt es Optionen, die Sie sich mit XCOPY /? ansehen können.

Im Gegensatz zu COPY ist XCOPY ein externes Kommando, auf einer Startdiskette (Bootdiskette) sollte XCOPY nicht fehlen.

BOOT Diskette

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DOS Bootdiskette

Um eine Diskette startfähig zu machen benötigen Sie einen laufenden PC mit installiertem DOS Betriebssystem und eine Diskette. Sie befinden sich im Wurzelverzeichnis auf Laufwerk C:\

Folgende Möglichkeiten stehen Ihnen zur Verfügung:

Folgende Systemdateien wurden auf die Diskette übertragen:

COMMAND.COM ist der so genannte Kommando-Interpreter, er analysiert die Tastatureingaben und veranlasst die Abarbeitung von Befehlen und Programmen. Diese drei Dateien sind lebensnotwendig, wird auch nur eine davon gelöscht, verändert, umbenannt oder in ein anderes Verzeichnis kopiert, ist der Computer nicht mehr voll arbeitsfähig bzw. kann nicht wieder neu gestartet werden!

Um aus der nun vorhandenen startfähigen Diskette eine gebrauchsfertige DOS Diskette zu machen, benötigen Sie noch weitere Dateien:

CONFIG.SYS enthält Programmaufrufe zur Unterstützung zusätzlicher Hardware (z.B. CD-ROM-Laufwerk, Netzkarte, besonderer Monitor usw.)

AUTOEXEC.BAT enthält Parametereinstellungen (z.B. Sprache, Zeitzone) und die Abarbeitung von Befehlen, die beim Start des Computers immer wieder vorkommen

Vergessen Sie nicht, die Pfadangaben der beiden Dateien auf der Diskette zu bearbeiten. Als nächstes empfiehlt es sich auf der Diskette das Verzeichnis DOS zu erstellen, in welches wir alle externen DOS Kommandos kopieren, die wir brauchen. Hier müssen Sie eine Auswahl treffen, da das Verzeichnis DOS auf Ihrer Festplatte mit ca. 130 Dateien recht groß ist und nicht auf eine Diskette passt.

Was sollte man kopieren?

Vergewissern Sie sich, dass die Diskette auch wirklich alle Dateien enthält, die Sie benötigen. Starten Sie die Diskette auch einmal von einem anderen Rechner aus. So vergewissern Sie sich, dass die Pfadangaben auch wirklich auf A: verweisen.

Wenn all dies geschehen ist, versehen Sie die Diskette mit dem Schreibschutz und bewahren sie sicher auf.

Batch Programmierung

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Stapel Programmierung Batch-Dateien

Unter DOS kann man mehrere Befehle stapeln und nacheinander abarbeiten lassen. Man spricht dann von einem Stapel- oder Batchprogramm. Anbei zwei kleine Beispiele:

Beispiel: 1

@ECHO OFF
CLS
DIR /W /P
ECHO Dieser Rechner läuft unter dem System:
VER

Beispiel: 2

@echo off
REM Errorlevel immer mit dem größten Wert starten
REM %1 und %2 sind Platzhalter für Parameter
XCOPY %1 %2
REM Abfrage nach Errorlevel
IF ERRORLEVEL 5 GOTO 5-ER
IF ERRORLEVEL 4 GOTO 4-ER
IF ERRORLEVEL 2 GOTO 2-ER
IF ERRORLEVEL 1 GOTO 1-ER
IF ERRORLEVEL 0 GOTO OKAY
REM Ausgabe der Errorlevels
:5-ER
ECHO Programmfehler bei INT 24
GOTO ENDE
:4-ER
ECHO Fehler! Speicherkapazität, Laufwerk oder Pfad überprüfen!
GOTO ENDE
:2-ER
ECHO Programm von Anwender abgebrochen
GOTO ENDE
:1-ER
ECHO Keine Dateien zum Sichern gefunden
GOTO ENDE
:OKAY
ECHO Der Befehl XCOPY wurde erfolgreich ausgeführt.
GOTO ENDE
:ENDE

Speichern Sie das “Programm” als KOPIERE.BAT ab. Aufrufen können Sie Ihr erstes DOS-Programm mit KOPIERE Quelldateien Zieldateien. ( z.B. kopiere a: c:  [ Return ] )

Mehr zu solchen Batch Programmierungen finden Sie im Internet und in den Handbüchern Ihrer Betriebssysteme.

Errorlevel Code Bedeutung

Bei der Stapelweisen Abarbeitung von Befehlen, man spricht unter DOS von Batch-Programmierung, kann man sich das Ergebnis solcher Kopieraktionen ausgeben lassen, indem man die so genannten Errorlevel nutzt. Diese Errorlevel wurden geschaffen um eine automatische Abarbeitung von Stapelprogrammen zu ermöglichen.

0 XCOPY wurde erfolgreich ausgeführt
1 Es wurden keine Dateien zum Kopieren gefunden
2 XCOPY wurde durch [STRG + C] abgebrochen
4 Nicht genügend Speicherkapazität, falsches Laufwerk oder ungültiger Pfad
5 Fehler bei INT 24

Die Geschichte von DOS

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DOS ist mehr oder weniger zufällig zum PC-Betriebssystem geworden. Der erste PC war ein Produkt ohne Tastatur, Bildschirm, Band oder Platte namens Altair, das 1975 für Hobby-Elektroniker von der US-Firma MITS produziert wurde. Der Altair war mit dem Prozessor 8080 von Intel (8-Bit) und 256 Byte Speicher ausgestattet. Für diesen Rechner schrieb ein junger Mann namens Bill Gates eine Version der Programmiersprache BASIC.
Nachdem auch einige weitere kleine Unternehmen 8080-basierte Mikrocomputer anboten, entwickelte die Firma Digital Research dafür ein Betriebssystem mit der Bezeichnung Micro Control Program, das sich auf dem Hobby-Sektor unter der Bezeichnung CP/M durchsetzte.

1980 entschied IBM, ebenfalls in das PC-Geschäft einzusteigen. Da man sich nicht mit einer Neuentwicklung aufhalten wollte, wurde der Manager Philip Estridge beauftragt, ein System zu kaufen. Intel hatte inzwischen den 16-Bit-Prozessor 8086 samt einer abgemagerten Version (8088) herausgebracht, und Estridge entschied sich aus Kostengründen für den 8088. Nun fehlte noch die Software.

Weil BASIC inzwischen unter den Hobby-Anwendern sehr beliebt war, wandte sich Estridge an Bill Gates, der u.a. zur Vermarktung seiner BASIC-Version die Firma Microsoft gegründet hatte. Gleichzeitig wurde Gates gefragt, ob er auch ein Betriebssystem für IBM liefern könnte.
Da Microsoft derzeit nur UNIX vertrieb, das für PCs viel zu umfangreich war, schlug Gates vor, es mit dem neuen CP/M-86 von Digital Research zu versuchen. IBM sprach mit Digital Research darüber, aber CP/M-86 lag so weit hinter dem Zeitplan, dass IBM nicht warten wollte und sich erneut an Gates wandte. Gates kannte ein benachbartes Unternehmen, Seattle Computer Products, das zur internen Benutzung ein CP/M-ähnliches Betriebssystem mit dem Namen 86-DOS entwickelt hatte.
Microsoft kaufte 86-DOS im April 1981 und übernahm auch dessen Autor, Tim Paterson, um noch einige Verbesserungen anbringen zu können. Dann wurde das System in MS-DOS (Microsoft Disk Operating System) umbenannt und planmäßig an IBM übergeben.

DOS war eindeutig für den Hobby-Markt ausgelegt; ebenso der IBM-PC. IBM ging davon aus, dass er hauptsächlich für Spiele verwendet würde (erarbeitete deshalb mit einer zur Frequenz des US-Farbfernsehens kompatiblen Taktrate von 4.77 MHz, so dass Fernsehgeräte als Monitore eingesetzt werden konnten). Die Hardware-Ausstattung des IBM-PC zielte ebenfalls auf den Hobby-Anwender - es gab Anschlüsse für ein Audiokassettenlaufwerk (als Speichermedium ) und Joysticks. Und da DOS von CP/M abstammte (und der 8088 rückwärtskompatibel zum 8080 war), liefen viele der vorhandenen Programme auch unter DOS. IBM hat den PC als offenes System gestaltet, d.h. den kompletten Entwurf veröffentlicht.

Dadurch konnten auch Fremdhersteller Hard- und Software anbieten, wodurch der PC und DOS zu einem unerwarteten Erfolgt wurden. DOS wurde bis zur Version 4 ausschließlich von IBM/Microsoft entwickelt und angeboten. Anschließend entstanden unterschiedliche Versionen: PC DOS von IBM, der Klone DR DOS von Digital Research (nach der Übernahme durch die Firma Novell als Novell DOS weiterentwickelt) und MS DOS von Microsoft.

Im August 1981 gaben IBM und Microsoft mit dem IBM-PC die DOS-Version 1.0 frei. Sie belegte 12 K des Arbeitsspeichers von 64 K. Der Quelltext bestand aus 4000 Zeilen Assembler-Code. Das Disk Operating System unterstützte eine einzige, einseitig beschreibbare 5,25-Zoll-Diskette mit einer Kapazität von 160 KB. Dieses Diskettenformat war eine Neuerung, denn andere Mikrocomputer arbeiteten noch mit einer 8-Zoll-Diskette. DOS 1.0 unterstützte nur ein einfaches Dateiverzeichnis ohne Unterverzeichnisse.

Version l.l wurde von Microsoft im Oktober 1982 zur Unterstützung von doppelseitigen Disketten mit 320 KB freigegeben. Zusätzlich wurden einige kleine Fehler behoben.

Im März 1982 führte IBM mit dem PC/XT den ersten PC mit einer Festplatte ein. Er wurde mit der neuen DOS-Version 2.0 ausgeliefert. Sie war völlig neu entwickelt und enthielt viele UNIX-Elemente (Microsoft war zu dieser Zeit hauptsächlich als UNIX-Distributor aktiv, mit DOS waren nur vier Programmierer befasst). Das Dateisystem von DOS entsprach z.B. weitgehend dem von UNIX. Außerdem wurde mit DOS 2.0 ein weiteres Diskettenformat, die 360-KB-Diskette, eingeführt. Der Umfang des Systems wuchs auf 20.000 Zeilen Assembler-Code. DOS 2.0 verdrängte CP/M und etablierte sich als das führende PC-Betriebssystem. Die Einführung der Festplatte ermöglichte es zudem, relativ große Anwendungen zu nutzen, so dass nun auch Unternehmen mit der Anschaffung von PCs begannen.

Die kurz darauf folgende Version 2.05 unterstützte Uhrzeit, Datum, Währung und Dezimalsymbole für unterschiedliche Länder. Sie wurde mit kleinen Änderungen zur Version 2.11 weiterentwickelt und in Millionenstückzahlen verkauft.

Im August 1984 kam IBM mit dem PC/AT auf den Markt, dem ersten Personalcomputer, der auf dem Intel-Prozessor 80286 basierte. Der PC/AT unterstützte Speicher bis zu 16 MB (gegenüber den 640 KB des Vorgängers) und besaß verschiedene Betriebsmodi. Mit ihm wurde die DOS Version 3.0 ausgeliefert, die allerdings (bis auf die gesteigerte Geschwindigkeit) keine der neuen Prozessorfähigkeiten nutzte. DOS 3.0 unterstützte das 1.2-MB-Diskettenlaufwerk, den neuen CMOS-Konfigurationsspeicher, Festplatten mit einer Kapazität von mehr als 10 MB sowie virtuelle Laufwerke (RAM-Disks). Der Code wuchs auf 40.000 Zeilen an, 30 Mitarbeiter waren jetzt dafür zuständig.

Im November 1984 wurde die Version 3.0 durch die Version 3.1 ersetzt. Sie unterstützte erstmals die Vernetzung von PCs. Mit der bald darauf folgenden Version wurden 3,5-Zoll-Disketten und der IBM Token Ring unterstützt. Version 3.1 war aber so fehlerbehaftet, dass viele Anwender bei 3.0 blieben.

1987 führte IBM die Computer der PS/2-Familie sowie DOS 3.3 ein. Diese Rechner besaßen 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerke mit 1.44 MB. Gleichzeitig brachten IBM und Microsoft mit OS/2 ein vollständig neues Betriebssystem auf den Markt, das DOS ersetzen sollte.

Obwohl OS/2 in jeder Hinsicht besser war als DOS, konnte es sich nicht durchsetzten. Statt DOS vom Markt zu nehmen, gab IBM im November 1988 die DOS-Version 4.0. heraus. Eine der großen Verbesserungen in dieser Version war die Unterstützung von Festplatten bis zu 2 GB. Auch wurde die Leistungsfähigkeit des Dateisystems gesteigert - obwohl die Programme nach wie vor auf 640 KB beschränkt waren, konnten jetzt bis zu 16 MB des erweiterten Speichers für RAM-Platten benutzt werden. Mit der Version 4.0 begann auch die Unterstützung des VGA-Grafikstandards.

Im April 1991 folgte mit DOS 5.0 eine wesentlich erneuerte Version, die vollständig den erweiterten Speicher nutzte. Zwar wurde die Beschränkung der Programme auf 640 KB immer noch nicht überschritten, aber DOS selbst konnte in den erweiterten Speicher verlagert werden, so dass nun ca. 600 KB der unteren 640 KB für Benutzerprogramme zur Verfügung standen. Gerätetreiber ließen sich ebenfalls in den erweiterten Speicher verlagern. DOS 5.0 stellte außerdem eine neue Oberfläche zur Verfügung, die es erlaubte, mehrere Programme gleichzeitig im Speicher zu halten, zwischen denen der Benutzer mit Hilfe einer Tastenkombination umschalten konnte.

1993/94 gab IBM die DOS-Version 6.1 heraus; Microsoft Anfang 1994 die Version 6.2. Beide unterscheiden sich nicht wesentlich. Gegenüber der Version 5 wurde das System um hinzugekaufte Utilities erweitert.

Im Februar 1994 stellte Novell die Version 7 vor, die echtes präemptives Multitasking bietet, mit erweiterten Netzwerkfunktionen ausgestattet ist und eine optimierte Speicherverwaltung besitzt.

Andere Hersteller boten daraufhin auch ihre 7.X Versionen an, welche ebenfalls Speicheroptimiert waren.

September 1995: MS-DOS ist nur noch ein "Grundgerüst" von WINDOWS 95 und kein selbständiges Betriebssystem mehr und wird in dieser Form manchmal auch "MS-DOS 7" genannt.

März 1998: Microsoft verabschiedet sich "endgültig" von seinem ersten Computer- Betriebssystem. Das Ende für das Altgediente System verkündete Bill Gates Ende März auf der Entwickler-Konferenz WinHEC in Orlando (Florida). "Windows 98" wird danach die letzte Windows-Version sein, die auf "MS DOS" aufbaut. Zitat Gates "Der Nachfolger von Windows 98 wird eine Art Windows NT für Verbraucher sein". Tatsächlich aber war Windows 98 immer noch DOS basierend. Bei dem Nachfolger von Windows 98, XP genannt, wird DOS komplett fehlen. Damit dürfte der Absprung von der 16 Bit Technik abgeschlossen sein. Windows 2000 ist bereits "DOS-befreit", es gibt zwar noch eine Kommandozeile und es werden noch einige 16 Bit Treiber zum Start geladen, aber das ist wohl die übliche MS Schlamperei, Windows 2000 kann daher getrost als DOS frei bezeichnet werden.

 

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