Eugen
Overflow, unser Hauptdarsteller dieser kleinen Geschichte, ist es endlich satt!
Immer muss er auf seinen lahmen PC warten, bis die alte Kiste endlich fertig
ist, alles dauert endlos, was er auch anstellt und macht, sein 5 Jahre alter PC
ist lahm, veraltet - eben reif für die Verschrottung. Seine Freunde haben schon
neue Rechner, der Nachbar den Allerneusten mit zweieinhalb Gigahertz und allem
Schnickschnack. Jetzt wird es auch Zeit für ihr, der "Neue" muss her! Am
gleichen Tag noch werden sowohl im nächsten Kaufhaus die EDV Abteilung als auch
sein Girokonto geplündert. Jetzt hat er endlich den Größten . . . Am darauf
folgenden Montag bringt der Discounter KNALDI ein Super Angebot heraus, einen
Rechner wie sein Neuer, noch schneller, noch bessern noch mehr RAM und 150 Euro
günstiger als sein Rechner - und wer kauft diesen Rechner ? Natürlich wieder
dieser blöde Nachbar.
Alles nur eine Geschichte ? Leider Nein. Wenn Sie Heute einen Rechner kaufen wird einige Zeit später ein schnellerer für weniger Geld auf dem Markt sein. Weinen Sie dem Geld nicht nach, es lohnt nicht. Was stattdessen lohnt ist eine gute Planung beim Rechnerkauf:
Planen Sie weitsichtig! Kaufen Sie nur dann einen neuen Rechner, wenn es wirklich sein muss ! Überlegen Sie sich vorher genau was sie für Ihren Computer wirklich brauchen und was sie nur im Moment gerne hätten. Durch den rasanten Preisverfall der Hardware lohnt sich ein zu frühzeitiger Kauf eines neuen Rechners nicht. Lassen Sie sich nicht durch Ihren Nachbarn oder die Kinder zum Kauf des Allerneusten verleiten, solche Entscheidungen sind immer zu teuer und zu oft falsch. Sobald Sie den Rechner gekauft haben ärgern Sie sich nicht über den Preisverfall, auch wenn Ihr Rechnermodell plötzlich weniger kostet. Den Preisverfall können auch Sie nicht aufhalten. Ärgern lohnt daher nicht. Vor zwei Jahren zahlte man für einen einfachen Rechner knappe 1.200,00 Euro für einen besseren an die 2.200,00 Euro und ein richtiger kostete 3000,00 Euro. Mit dieser Preislinie kommt man auch heute noch hin - nur ist die Hardware eben viel leistungsfähiger als früher. Günstigere Rechner sind bereits für unter 800,00 Euro zu haben und die billigen Vertreter die sich schon PC nennen sollen werden für knappe 400,00 Euro gehandelt. Aber die sind dann auch wirklich billig und nicht preiswert!
Definition |
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Definieren Sie Ihren eigenen Bedarf so genau wie möglich und was dieser Rechner denn kosten darf. Verzichten Sie besser auf einen schnellen Kauf, wenn es nicht heute unbedingt sein muss, bereits morgen gibt es das Nachfolgemodell für wesentlich weniger Geld zu kaufen. Vielleicht ist es sinnvoller mit dem Kauf für den älteren Pentium noch zu warten, weil im nächsten Jahr ohnehin die Anschaffung eines neuen Pentium 4 oder 5 geplant ist. Auch das Aufrüsten eines Prozessors, der lediglich 100 oder 200 MHz schneller als der alte ist, rentiert sich nicht. Da andere wichtige Komponenten wie Grafikkarte, Hauptplatine (Chipsatz) und Speicher dabei im System verbleiben, lohnt sich der erzielte Leistungsgewinn im Verhältnis zur aufgewendeten Summe nicht mehr. Ein Umstieg von einem Pentium 4 mit 1,5 GHz auf einen neuen Pentium 4 mit 3 GHz bedeutet nicht, dass der Rechner auch doppelt so schnell wird!
Informieren Sie sich
Eigentlich eine Selbstverständlichkeit stellt die Informationsbeschaffung dar. Informieren Sie sich genauestens über Eigenschaften, Ausstattung und Preis Ihres Wunschgerätes bei möglichst vielen verschiedenen Händlern. Kaufen Sie nicht nur der Bequemlichkeit halber im PC-Laden um die Ecke. Da Computerpreise nur ein paar Wochen Bestand haben und nicht alle Händler neue Preissenkungen sofort weitergeben, ergeben sich beträchtliche Preisgefälle in ein und derselben Stadt. Bedenken Sie beim Schnäppchenkauf, dass es sich auch um einen All-in-One Rechner handeln könnte. Damit ist der Rechner zweifellos lauffähig. Oftmals wird daher aus Kostengründen auf weitere freie Plätze für Steckkarten verzichtet. Problematisch kann es dann aber werden, wenn ein Bauteil veraltet ist oder defekt ist z.B. die Grafikkarte ausfällt. Sollte dann nicht zumindest ein freier Slot vorhanden und die defekte Funktion im Bios ausschaltbar sein, wird das Teil zu EDV-Schrott.
Damit will der Autor die Klasse der so genannten "Aldi-PC's" nicht schlecht machen, es kann durchaus sein, dass solch ein Rechner für den jeweiligen Fall genau der richtige ist. Zudem haben sich die Serviceleistungen von Medion, die für ALDI den EDV Service durchführen, mittlerweile als wirklich gut erwiesen. Lassen Sie uns also abwarten, wie sich der Aktienkurs weiterentwickelt...
Wo kaufen |
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Wie Sie schon erfahren haben, lohnt sich ein ausführlicher Preisvergleich immer. Jedoch gibt es Fälle, in denen es von Vorteil sein kann ein paar Euro mehr zu bezahlen, wenn man dafür den vollen Support in Anspruch nehmen kann. Einzelkomponenten, bei denen Support oder Garantie eher unwichtig sind, beziehen Sie am günstigsten über den Versandhandel (optimal, wenn sie einen größeren Versandhändler in der Nähe haben), der eben wegen dem Verzicht auf Unterstützung konkurrenzlos günstig ist und zudem Preissenkungen am schnellsten an den Kunden weitergibt.
| Typ | Support ist wichtig | Garantie ist wichtig | Wo kaufen |
| Komplette Systeme | Ja | Ja | Händler |
| Monitor | Hotline | Ja | Händler, Elektronikmarkt |
| Grafikkarte | Hotline | Ja | Versandhandel, Elektronikmarkt |
| CD-ROM | Nein | Ja | Versandhandel, Elektronikmarkt |
| Festplatte | Hotline | Ja | Händler, Elektronikmarkt |
| Prozessor CPU | Nein | Ja | Versandhandel |
| Hauptplatine | Nein | Ja | Versandhandel, Elektronikmarkt |
| Drucker | Ja | Ja | Händler, Elektronikmarkt |
| Modem | Ja | Ja | Händler, Elektronikmarkt |
| ISDN Karte | Ja | Ja | Versandhandel, Elektronikmarkt |
| Soundkarte | Nein | Ja | Versandhandel, Elektronikmarkt |
Wann kaufen |
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Nichts ist in der schnelllebigen Computerbranche, in der die Preise eine Halbwertszeit von ca. 3 Monaten haben, wichtiger, als den richtigen Zeitpunkt abzupassen und dann zuzuschlagen. In der Regel geben die Preise mit ein paar Wochen Verzögerung immer dann deutlich nach, wenn verbesserte Nachfolger entwickelt und präsentiert wurden. Beobachten Sie die Preisentwicklung Ihres Wunschgerätes genau und verfolgen Sie Meldungen über die technische Entwicklung. Vermeiden Sie auf jeden Fall den Kauf eines Rechners "auf Halde". Das wird die größte Geldvernichtungsmaschine sein die Sie sich in den Keller stellen können. Als Privatmann ist es nahezu zwingend nur dann zu kaufen wenn man wirklich einen neuen Rechner braucht und nicht weil wieder ein schnellerer auf dem Markt ist.
Erfahrungsgemäß wird es preiswert nach:
Welche CPU? |
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SCSI oder IDE? |
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SCSI oder nicht SCSI ist manchmal noch die Frage. Beim Rechnerkauf werden diese Merkmale allerdings oftmals wieder übersehen. Hier eine kleine Zusammenfassung mit Gründen die für die einzelnen Systeme sprechen sowie Gründen dagegen.
IDE Systeme sind für Home Anwender in den meisten Fällen ausreichend. IDE Maschinen verfügen heute über schnelle, große Festplatten mit hohem Datendurchsatz Dank ATA-100 und mehr. Die Erweiterungsmöglichkeit des Rechners für Peripherie wird durch USB und FireWire billiger erreicht als durch SCSI. Die Geschwindigkeiten der modernen IDE Festplatten sind mit denen von SCSI durchaus vergleichbar, nur kosten sie halt weniger als die Hälfte. Engpässe beim CD-Brennen werden durch Software wieder ausgeglichen. Allerdings müssen sämtliche Daten durch die CPU geschleust werden, während bei SCSI die CPU entlastet wird.
Immer dann, wenn wirklich mehr Power gebraucht wird kommt man an Profi-Lösungen nicht vorbei. Der SCSI-Controller übernimmt die rechenintensiven Datenverwaltungen und schaufelt die Daten auch zu den Platten und angeschlossenen Devices, während bei IDE das alles über die CPU läuft. Profi-Lösungen kosten aber Geld, so einfach ist das. Sobald Sie beispielsweise professionell mit DTP, Video oder Bildbearbeitung arbeiten wollen, ist SCSI die richtige Wahl. CAD Rechner sind heute immer noch vornehmlich SCSI Rechner oder gleich echte Workstations (mit doppelten Bus-System usw.). Im Druckgewerbe, dem Medienbereich und überall dort wo Power erforderlich ist wird auch weiterhin SCSI eingesetzt. Server sollten sowieso mit SCSI ausgerüstet sein, falls das nicht ohnehin Vorschrift ist.
| Merkmal | SCSI | IDE (EIDE) |
| Standard PC ist für einfache Anwendungen (Office Bereich, Heimbereich, Spiele) | X | |
| Standard PC für Handwerk | X | |
| Schul PC für die Kinder | X | |
| Preisgünstiges Einstiegsmodell | X | |
| Spiele PC für Gamer, Freaks und Multimedia Kids | X | |
| Datengrab mit Serverdiensten für kleine bis mittlere Firma | X | X |
| Professional PC für DTP, Grafik, Scanner, Layout, Anzeigen usw. | X | |
| Entwicklungsmaschine mit hochwertigen Druckaufgaben | X | X |
| PC mit Anbindungsmöglichkeit für Industrie Maschinen | X | |
| Industrie PC für | X | |
| Server | X | |
| High-End Spiel und Multi-Media Rechner, Video, TV, DTP, Internet, Schnittmaschine | X | X |
Für SCSI Systeme sprechen
Gegen SCSI Systeme sprechen
Für IDE Systeme sprechen
Gegen IDE Systeme sprechen
Zusammenfassung |
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Nach wie vor haben sowohl IDE als auch die SCSI Rechner ihre Zielgruppen. Für die normalen Anwendungen zu Hause reicht allerdings ein schneller moderner IDE Rechner in den meisten Fällen voll und ganz aus. Er sollte jedoch zumindest mit USB oder besser noch mit FireWire und USB ausgerüstet sein, um auch morgen noch schnell erweiterbar zu sein. SCSI ist und bleibt den Profis vorbehalten, der recht hohe Preis für die Devices spricht gegen die hohe Verbreitung zu Hause. Für Hochleistungs-PC und Server gibt es ohnehin nur SCSI und RAID Lösungen die Sinn machen. Die eigentliche Entscheidung wird aber wie sooft über den Geldbeutel fallen und nicht über die Abwägung von den eigenen Anforderungen sowie Vor- und Nachteilen der Systeme. Der Autor setzt nach wie vor auf SCSI und verwendet SCSI-Laufwerke (DVD, CD, MO usw.) während die Festplatten schnelle EIDE mit ATA-100 sind.
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Und was macht man mit dem alten PC ?
PC-BEWERTUNG
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