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PCI Express, auch PCI-X oder PCI-E genannt...
... wurde nach einigen halbherzigen Versuchen und
diversen Fehlstarts an die PCI Interessensgruppe, der so genannten
PCI Special Interest Group (PCI-SIG) zur Definition
übergeben. Diese PCI-SIG sollte eine Definition erarbeiten, mit der alle
großen Hersteller etwas anfangen konnten und wollten. Zugleich sollte
dieser neue Standard endlich über genügend Reserven um auch in Zukunft
noch ein Standard zu bleiben. Wir erinnern uns, dass früher ISA
der Industrie Standard war, der dann von vielen Modellen abgelöst werden
sollte. Nach mehreren Versuchen wie Vesa Local und anderen Exoten kam
dann endlich PCI und entwickelte sich schnell zu einem richtigen
Systembus. Nur hatte dieser Bus nicht genug Reserven um mit den
Anforderungen Schritt zu halten. Quelle: http://www.pcisig.com/specifications/pciexpress/ |
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Der
PCI-Bus wuchs nicht schnell genug mit den Anforderungen und die Definitionen
waren nicht schnell genug mitgewachsen. So musste ein Nachfolger her. War doch
der PCI Bus mit seinen 33 MHz Taktfrequenz auf maximale 133 MB pro Sekunde in
seiner Bandbreite beschränkt und bei 66 MHz auf 266 MB/s, die Anforderungen
gerade bei den Grafikkarten aber in der Zwischenzeit erheblich gestiegen. Es gab
also wieder einen Flaschenhals im Bussystem, wie einst bei ISA oder Vesa.
Wer nun denkt, dass das doch eine recht große Menge sei und aktuelle Festplatten
ja gerade mal so an die 50MB in der Sekunde erreichen, der sei daran erinnert,
dass PCI ein paralleles Bussystem ist und alle angeschlossenen
Komponenten sich diese 133 MB/s teilen müssen. Mit anderen Worten, die Autobahn
war nicht mehr breit genug für die Anzahl der Autos. Schließlich hängen an solch
einem parallelen Bus ja nicht nur die ganzen Erweiterungskarten, sondern auch
noch die ganzen Onboard Komponenten. Ethernet, IDE, die ganzen USB Ports, nicht
zu vergessen das Sound System und die ganzen anderen externen Schnittstellen wie
Drucker, Joystick usw. Das alles musste sich die Autobahn, PCI-Bus genannt,
teilen und irgendwie damit zurechtkommen. Spätestens jetzt ist klar, dass das zu
Staus, besagtem Flaschenhals führen musste.
Wie immer bei wurden bei den Grafik-Anwendungen zuerst die
Forderungen nach "Mehr Power" laut. CAD, DTP brauchen eben Rechenleistung,
ebenso die jeweils neuesten Spiele, gerade die waren richtigen
Ressourcen-Fresser. Nicht ohne Grund hatte man den AGP-Port geschaffen und den
regelmäßig weiter getunt über 2fach, 4fach hin bis zu den 8fach AGP-Ports. Aber
es war eben immer noch zu wenig und eine Steigerung auf 16fach und 32fach
versprachen nicht die Lösung.
Eine Lösung konnte eigentlich nur sein, dass man sich von
dem alten parallelen Bussystem trennte und auf ein serielles System setzte.
Schließlich hatte ein serielles System schon bei den Festplatten für Furore
gesorgt (Seriell-ATA).
Es mussten noch ein paar weitere Definitionen geschaffen
werden, so beruht das PCI-Express Bus System, nachfolgend PCI-E genannt, nicht
mehr auf der guten alten 8Bit Technik, sondern man schuf die 10Bit Technik. Die
größeren Pakete brauchte man weil der Verwaltungsaufwand größer wurde. Außerdem
wurde PCI-E auf bidirektional umgestellt, PCI-E ist also voll duplexfähig, es
gibt also jetzt je ein Leitungspaar für den Sende- und Empfangsbetrieb. Um den
Vergleich mit der Autobahn nochmals aufzunehmen, PCI-E wird über mehrere
Fahrbahnen, so genannte Lanes, realisiert, in etwa vergleichbar mit
übereinanderliegenden Fahrbahnen. Je eine für die Hin- und eine zweite für die
Herfahrt. Diese Lanes lassen sich zusammenschalten. Vergleichbar etwa mit
10-spurigen Autobahnen mit zwei Ebenen. Damit noch nicht genug, die Bandbreite
wurde für beide Richtungen auf 250 MB/s erhöht, das hätte im alten System etwa
500 MB/s entsprochen...
Damit
immer noch nicht genug. Dieses "einfache" PCI-E System nennen wir es PCI-E 1x
wird erweitert durch PCI-E 2x, PCI-E x4, PCI-E 8x, PCI-E 12x und PCI-E 16x.
Allerdings werden sich die 8- und 12x Systeme in Servern wiederfinden. Im
Standard PC werden sich wahrscheinlich neben dem PCI-E 1x auch noch PCI-E 2x
Slots finden und für die Grafikkarte ein PCI-16x.
Vergleicht man dieses System mit dem alten PCI System kann
man wirklich von einem Hochgeschwindigkeits-System reden. Sogar Intel stellt
sich vor, dass PCI-E der Standard der nächsten 10 Jahre sein wird und das will
schon einmal etwas heißen. Eines ist derzeit schon klar, der Hunger nach zu
wenig Bandbreite ist erst einmal gestillt, wenn auch nur vorübergehend.
Intel verspricht sich gerade im Servermarkt wesentliche
Vorteile gegenüber der alten Technik. So wird PCI-E im Serverbereich als ein
Hot-Plugging System eingesetzt werden. Das bedeutet, dass man im laufenden
Betrieb die Erweiterungskarten einstecken und entfernen kann. Bisher war dies
mit dem Abschalten des Rechners unabdingbar verbunden. Damit ist klar, dass das
Plug & Play endlich funktionieren muss, denn im Servermarkt kann man sich keine
Fehler erlauben!
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Links unten PCI-E 1x oben PCI-E 16x |
Das bedeutet für den "Kleinen Mann" zwar den Verzicht auf
Plug & Play an seinem Spiele PC, es sei denn er kauf sich ein passendes
Serverboard. Wie gesagt wird Plug & Play den Server Chipsätzen vorbehalten sein.
Aber im Endkundenbereich wird es eine andere Lösung geben, die gute alte PC-Card
(früher PCMCIA) wird als NewCard in der Version 34 oder NewCard 54 eingesetzt
werden. Damit ist für den breiten Consumerbereich eine Lösung geschaffen und
zugleich sind die Notebooks mit im Rennen. Als nächstes denkt man über eine
weitere Möglichkeit für den Endkunden nach.
Es sollen so genannte PCI-E Switche eingesetzt werden. Solche Switche könnten
dann auch ältere PCI Steckkarten fassen und natürlich die PCI-E Karten.
Allerdings nicht im gleichen Slot. PCI-E ist natürlich abwärtskompatibel, man
wird also in einen PCI-E 4x auch eine ältere x2 Karte einstecken können. Dafür
wird man die unterschiedlichen PCI-E Karten in den Diese Switche würden dann
eine direkte Kommunikation zulassen, die gute alte Host-Bridge entfällt demnach.
Das eröffnet weitere Möglichkeiten, wie etwa externe Anschlussmöglichkeiten etwa
Leistungsstarken Grafikkarten extern über Kabel am Notebook angeschlossen.
Lassen wir uns also überraschen.
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Flexibel sind die Slots übrigens ebenfalls, denn sie sind
"abwärtskompatibel". Dies bedeutet nicht, dass man in einen PCI Express Slot
eine PCI-Karte stecken kann, sondern dass zum Beispiel in einen PCI Express x4
Slot auch eine PCI Express x2- oder x1-Karte gesteckt werden kann.
Die "größeren" Slots nehmen also auch die kleineren Karten auf,
umgekehrt funktioniert das aber nicht. Softwareseitig soll sich, und das wird
viele interessieren, nichts ändern. Für das Betriebssystem sieht somit alles
nach dem guten alten PCI-Slot aus (Interrupts, Treibermodelle etc. bleiben
erhalten).
Außerdem dürfte klar sein, dass der derzeitige Standard
PCI-Express Version 1.0 weiterentwickelt wird. Die Version 2.0 ist in der Mache
und wann Schluss ist wissen die Götter.
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