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Monitore mit Dünnfilmtransistoren (TFT) und Flüssigkristallen (LCD)

Auch wenn es Versuche gab, die Bildröhre (CRT Cathode Ray Tube) schräg zu stellen oder um 90° zu kippen, konnten diese Ansätze nicht so richtig überzeugen. Für richtig flache Datensichtgeräte braucht man eben etwas anderes als die Bildröhre. Als Lösung kamen die flachen Displays auf den Markt.
Besonderheiten
  • Was sind TFT und LCD?
  • Flüssigkristalle (LCD)
  • Dünnfilmtransistoren (TFT)
  • Vor- und Nachteile
  • Leistungsmerkmale

Monitore mit Dünnfilmtransistoren (TFT) und Flüssigkristallen (LCD)

Die geläufigsten Systeme unterscheidet man nach der Bilderzeugung:

  • Flüssigkristallanzeige auch als LCD bekannt
  • Dünnfilmtransistoren auch als TFT bekannt (Thin Film Transistor)

LCD’s

Waren vor einigen Jahren die LCD’s noch Standard, sind sie heute nahezu vollkommen von den TFT Displays verdräng worden. LCD’s werden häufig noch bei baulich kleinen Lösungen eingesetzt. In den Notebooks und PDAs werden sie nicht mehr verbaut, die Schwäche mit der Farbdarstellung sowie die mangelnden Refresh Raten trugen ein weiteres dazu bei. Bei einigen PDAs, Handys und vielen anderen Anwendungen sind LCD’s weiterhin erfolgreich im Einsatz.

TFT Displays

Ein solches TFT Display (Thin Film Transistor) besteht aus Millionen einzelner Transistoren wobei jeder einzelne Transistor genau ein einziges Pixel ansteuert. Durch die modernen Techniken und die Herstellungsverfahren sind diese neuen TFT Displays so leistungsfähig, dass es schwer fällt einen Unterschied zu „“normalen““ Röhren Monitoren zu entdecken. Waren in früheren Zeiten die Produktionsraten noch sehr gering, so hat sich dies heute gewandelt. TFT Displays sind heute in Notebooks und Flachbildschirmen Standard.

Dabei sind die Leistungsdaten mit hochwertigen Monitoren und Grafikkarten durchaus vergleichbar, natürlich nur sofern man nicht die „“günstigste““ Variante bei seinem Gemüsehändler erworben hat. Darstellungen bis 1280 X 1024 Pixel sind durchaus darstellbar und bei einer angemessenen Bilddiagonale durchaus sehenswert. So kommen oftmals AGP Grafikkarten Varianten diverser Hersteller mit 32, 64 und mehr Megabyte zum Einsatz.

Quelle: Apple

Dass sich mittels TFT Displays auch angenehme modische Rechnersysteme schaffen lassen haben die Designer längst erkannt, die Abbildung zeigt einen IBM Desktop Rechner der neueren Generation. Sicherlich ist auch Ihnen schon aufgefallen, dass die Größenangaben bei den TFT Displays kleiner sind als vergleichbare Röhrenmonitore. Der Grund ist denkbar einfach: Bei einer Bildröhre fällt immer ein nicht nutzbarer Rand an, dieser wird oftmals zur Angabe bei der Bilddiagonalen dazugezählt obwohl er nicht nutzbar ist. Bei einem TFT Display entfällt dies. Daher erscheint ein 15,1 „“ TFT Display mindestens so groß wie ein 17 „“ Monitor.

Vor- und Nachteile

TFT Display und CRT Monitore – Vor- und Nachteile

EigenschaftTFT DisplayCRT Monitor
Platzbedarfgering, da flache Bauformbraucht relativ viel Platz
Gewichtrelativ geringrelativ hoch bis sehr hoch
Strahlungseigenschaftkeinerelativ hohe Strahlung
HF dicht (abhörbar)gutschlecht
Störempfindlichkeitkaum zu störensehr empfindlich
Herstellungskostensehr hochgering bis moderat
Preishoch bis sehr hochgering bis hoch
Bruchrisikohochgering
Recycling (Möglichkeit)gutmittel bis schlecht
Energiebedarfgeringhoch
Lebensdauerhochmittel
Aufwärmphaserelativ kurzmittel
Zukunftssichersehrwenig

Damit dürfte feststehen, dass bei einer Neuanschaffung ein Display die erste Wahl ist. Der gute alte Monitor hat langsam aber sicher ausgedient. Durch die große Bauform, den hohen Platzbedarf sowie den hohen Energiebedarf gräbt er sich sein eigenes Grab. Wenn die TFT Displays günstiger wären hätten sie die alten Röhrenkanonen längst vollkommen abgelöst.

Wichtiger als die eben genannten Eigenschaften sind für die Entscheider in Unternehmen aber der Energiebedarf, die Unempfindlichkeit gegenüber Strahlungen aller Art sowie die Abhörsicherheit durch das Fehlen einer „“heißen““ und damit strahlenden Kathodenröhre. Selbstverständlich spielt der Preis auch eine Rolle, aber eben erst zweitrangig.

Ein 15er Flachmann braucht im Schnitt 35 Watt, ein vergleichbarer 17er CRT Monitor bis zu 90 Watt. Für Displays braucht man keine teuren Büromöbel. Die Lebensdauer ist etwa 1,5mal höher als beim Röhrengerät.

Fazit
Wenn der Preis sinkt, kaufen viele Millionen die TFT Displays, auch hier regeln sich Angebot und Nachfrage.

Leistungsmerkmale bei TFT

Gerade zu den einkaufstärkeren Zeiten wie etwa Weihnachten, Ostern usw. platzen die Tageszeitungen wieder vor Angeboten an netten kleinen und großen TFT Displays. Die Discounter werben mit Sprüchen wie „“Geiz ist geil““ und wollen alles billig unter das Volk bringen. Dass dabei die Qualität fast zwangsläufig auf der Strecke bleiben muss ist uns eigentlich klar, dennoch lockt das Angebot. Um dem geneigten Leser wenigstens ein paar Anhaltspunkte mitzugeben, wurden die nachfolgenden Tabellen geschaffen.

  • Displaygrößen
  • Leuchtkraft
  • Reaktionszeit
  • Kontrastverhältnis
  • Blickwinkel
  • Ausstattung/Menü
  • Lochmaske

Displaygrößen

  • 1024 x 600 SXGA
  • 1024 x 768 XGA
  • 1280 x 854 WXGA
  • 1280 x 800 WXGA
  • 1280 x 768 WXGA
  • 1280 x 1024 SXGA
  • 1440 x 900 WXGA
  • 1400 x 1050 SXGA+
  • 1600 x 1200 UXGA
  • 1680 x 1050 WSXGA
  • 1920 x 1200 WUXGA
  • Gängige Größe bei 8,9 „“ Kleinformatigen Displays
  • Klassisches 4:3 Format, wird ab 10″“ eingesetzt
  • Alle Breitband-Formate mit einer vertikalen Auflösung von 768 bis 1023 werden als WXGA bezeichnet
  • 16:10 Format, findet bis hin zu 15,1″“ Verwendung
  • 17:10 Format, findet sich nicht allzu oft im EU-Markt
  • 5:4 Format, der Klassiker schlechthin
  • 16:10 Format
  • 4:3 Format
  • 4:3 Format für größere Displays wie etwa 15,1″“ und größer
  • 16:10 Format, findet man oft bei 15,4″“ Displays
  • 16:10 Format, findet sich bei hochauflösenden Displays etwa ab 15,1″“

Sollte in dem Werbeprospekt also von einem UXGA Format die Rede sein mit 1024’er Auflösung, dann stimmt irgendetwas nicht so recht. Problematisch wird es ebenfalls, wenn die Prospekte ein WXGA Format nennen aber keine genaue Angaben über das Display machen.

Leuchtkraft

Die Leuchtkraft eines Displays entscheidet, ob man im Sommer das Gerät auch einmal bei Sonnenschein betreiben kann, sei es als Notebook oder am Schreibtisch. Die Leuchtkraft wird in Candela pro Quadratmeter gemessen die Einheit lautet cd/m². Hier gilt ein einfaches Prinzip: Je höher der Wert, desto besser! Displays mit 100 cd/m² sollten kaum noch auf dem Markt sein, ab etwa 150 cd/m² kann man auch schon einmal bei Tageslicht arbeiten. Ab 200 cd/m² wird es langsam interessant. Heute sollte sich eigentlich jeder ein Display mit 220 cd/m² oder 250 cd/m² gönnen. Die besseren TFT Displays erreichen fast 300 cd/m² und wenn das Geld keine Rolle spielt gibt es die Displays auch in entsprechend leistungsstärkeren Varianten.

Reaktionszeit

Die Reaktionszeit gibt an, wie schnell von grau über weiß hin zu grau geschaltet werden kann. Je kürzer die Zeitangabe ist, gemessen in Millisekunden (ms), desto besser ist das Display. Hier finden Sie einen der wesentlichsten Werte eines guten Displays. Mit einer Reaktionszeit größer als 38 ms kann man sicherlich im Büro immer noch gut mit Office Anwendungen arbeiten, für ein einfaches Spiel reicht es aber kaum noch. Hier sollten es schon Reaktionszeiten deutlich um 20 ms oder gar noch darunter sein. Ein fixes Display mit 16 ms kostet eben sein Geld, dann können Sie oder Ihre Kleinen aber auch einmal ein nettes Game abzocken ohne dass die Augen streiken.

Kontrastverhältnis

Es gibt an, wie das Farbverhältnis von einem Schwarzpunkt zu einem Weißpunkt ist. Das heißt, ob man am TFT auch schwarz und weiß sehen kann oder ob alles in einem netten Graumilchigen Ton einherkommt. Es wird angegeben in x:1 und sollte möglichst hoch sein. Ein solches Kontrastverhältnis von etwa 160:1 ist als schlecht einzustufen, ein Verhältnis von 290:1 und mehr ist Spitzenklasse. Achten Sie daher auf diesen Wert, es lohnt sich.

Blickwinkel

Der seitliche Blickwinkel, gemessen in Grad, gibt an ab welchem Winkel in dem Display etwas vernünftig gesehen werden kann. Displays mit 40° taugen in der Praxis kaum etwa, es sei denn, man ist stets alleine direkt vor dem Gerät. Es haben sich Geräte mit einem Blickwinkel von mehr als 60° auf dem Markt gezeigt und in der Spitzenklasse finden sich Geräte mit 75° und mehr, aber eben für teueres Geld. Hier gilt folgendes: Je mehr Leute seitlich zusehen müssen, desto größer sollte der Blickwinkel sein.

Ausstattung und Menü

Bei modernen Displays sollte auch eine moderne zeitgemäße Ausstattung dabei sein. Ein digitales Display mit lediglich einem analogen Anschluss ist sicherlich nicht der Renner. Außerdem sollten heute schon einige USB-Anschlüsse mit dabei sein. Lautsprecherboxen können sein, müssen aber nicht unbedingt, wenn diese aber dabei sind, sollte auch ein Anschluss für den Kopfhörer dabei sein. Ein Mikrofon kann auch nicht schaden.

Das Menü sollte nicht nur über die Software geregelt werden können, ein Paar Tasten schaffen hier gut Abhilfe. Auch sollte ein richtiger Ein/Aus-Schalter nicht fehlen.

Einige Displays verfügen über eine gute Wandhalterung, andere sogar über eine Umschaltautomatik von vertikal auf horizontal. Dies ist dann leider noch die Minderheit, denn so etwas kostet wiederum Geld. Kabeldurchführungen durch den Standfuß hingegen sollten Standard sein.

Lochmaske

Die Lochmaske schließlich gibt Auskunft über die effektive Auflösung und Güte des TFT-Monitors. Sie ist nicht mehr so wichtig wie bei den Bildröhren Geräten.

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