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Zip-Laufwerk

Das Zip-Laufwerk gehört zu jener neuen Laufwerksgeneration mit stark erweiterter Speicherkapazität, die jetzt drauf und dran ist, den Markt des Durchschnittscomputerbenutzers zu erobern, und zwar mit dem Fernziel, die heutigen 1,44-MB-Laufwerke endgültig abzulösen.
Besonderheiten
  • Laufwerksgeneration mit stark erweiterem Speicher
  • Verschiedene Versionen
  • Lieferumfang und Leistungsfähigkeit
  • Mögliche Alternativen

Was ist ein Zip-Laufwerk?

Das Zip-Laufwerk ist ein Diskettenlaufwerk, das spezielle, gleichnamige Disketten mit einem Speicherplatz von 100 MB, oder genauer: mit einer formatierten Kapazität von 95,7 MB oder 100.431.872 Byte beschreibt und liest. Es gibt auch größere Versionen bis zu 250 MB. Der Anwender greift darauf zu wie auf sein gewohntes Laufwerk und wie ein solches sieht es auch das Betriebssystem egal ob Sie nun DOS, Windows, OS/2, Linux oder die jeweiligen Betriebssysteme von Apple oder Amiga einsetzen. Die verwendete Technik nennt sich „“Winchester““ und ist mittlerweile im Markt etabliert.

ZIP DriveLaufwerkDiskette
Höhe38,1 mm6,35 mm
Breite135,89 mm101,6 mm
Tiefe184,4 mm101,6 mm

Dass diese bei den heute üblichen Datenmengen (man vergleiche nur die Durchschnittsgrößen der heutigen Festplatten mit denen zur Zeit der Einführung des 1,44-MB-Standards) hoffnungslos unzeitgemäß geworden sind, ist nun auch dem letzten Hersteller klar geworden. Aus diesem Grunde haben einige Hersteller bereits Diskettenlaufwerke mit 120 MB Kapazitäten eingebaut, die so genannten LS 120 Laufwerke.

Versionen

Es gibt nunmehr eine Fülle von verschiedenen Laufwerksversionen. Sei es als interne oder externe Version, für den Parallelanschluss, den SCSI Anschluss, als PC-Card (PCMCIA) für das Notebook oder sogar mit dem FireWire Anschluss.

Die Parallelport-Version wird an die parallele Schnittstelle eines IBM- kompatiblen PC angeschlossen. Der Drucker, der diesen Anschluss normalerweise belegt, wird dann seinerseits an das Laufwerk angeschlossen und die Daten welche der Rechner an den Drucker schickt, werden durch das Laufwerk durchgeleitet. Eine zweite parallele Schnittstelle muss also nicht sein. Der Vorteil ist, dass nahezu jeder Rechner einen parallelen Anschluss hat, nachteilig ist die relativ geringe Geschwindigkeit.

Die externe SCSI-Version ist für den Anschluss einen Rechner mit der leistungsfähigen SCSI-Schnittstelle. Aufgrund der fortschrittlichen SCSI-Technologie wird eine höhere Übertragungsgeschwindigkeit erreicht, womit sich das ZIP Laufwerk noch mehr den Festplattenwerten annähert. Nachteilig ist, dass nicht jeder Rechner über den leistungsfähigen SCSI Anschluss verfügt.

Die beiden schon am längsten erhältlichen internen Versionen (im 3,5- bzw. 5,25-Zoll-Maß) arbeiten ebenfalls nach dem SCSI- Standard, eine einfache SCSI-Karte wird normalerweise von Iomega mitgeliefert.

Die neuere Version – seit Ende 1996 auf dem Markt – ist ein internes Modell und arbeitet nach dem verbreiteten EIDE-Standard. Es ist wohl auch die Version sein, die von den Händlern bevorzugt wird, wenn sie ein Komplettsystem einschließlich Zip-Laufwerk anbieten. Dieses Laufwerk ist zuverlässig und fast so schnell wie die SCSI oder FireWire Version.

Die Entscheidung der PC-Besitzer zwischen den verschiedenen Versionen (extern oder intern) hängt davon ab, ob sie mit dem Laufwerk mobil sein wollen und es zumindest gelegentlich auch an anderen Rechnern einsetzen wollen, etwa um größere Datenbestände auszutauschen. In der externen Variante bietet sich die SCSI-Version besonders für den Austausch zwischen Apple-Rechnern und Profi-Maschinen an, während das das Laufwerk für die Druckerschnittstelle sich an den Heimanwender wendet.

Lieferumfang

Das Laufwerk wird – in allen Versionen – mit einer konventionellen Diskette oder CD und einer Zip-Diskette ausgeliefert. Die erstere enthält Installations- und Konfigurationsprogramme, die auf die Festplatte kopiert werden und nunmehr das Laufwerk ansprechbar machen. Die mitgelieferte Zip-Diskette enthält Hilfsprogramme (Inhaltsübersicht der Disketten, Zustandskontrolle, Passwortschutz) und Demonstrationsprogramme. Die DOS/Windows- und Apple-Versionen befinden sich zusammen auf dieser „“ZIP Tools Disk““ und im Augenblick der ersten Benutzung löscht sich selbständig der Teil, der nicht benötigt wird. So steht auf der mitgelieferten Diskette sofort Speicherplatz zur Verfügung, der im Fall der DOS/Windows-Version 70 MB beträgt. Selbstverständlich kann der Lieferumfang bei aktuelleren Modellen abweichen.

Leistungsfähigkeit

Laut Hersteller werden Datendurchsatzraten von ca. 1,25 MB/sec erreicht bei einer durchschnittlichen Zugriffszeit von 29 ms. Die Übertragungsgeschwindigkeit ist abhängig welche Version Sie einsetzen. Am schnellsten sind natürlich SCSI und FireWire mit ca. 50 MB/min und die Parallel Ausführung erreicht immerhin noch ca. 20 MB/min.

Alternativen JAZ-Drive

Unter den Konkurrenzprodukten sind immer wieder wechselnde Laufwerke von Syquest und das LS120-Laufwerk von 3M, Compaq und Matsushita. Aber irgendwie setzt sich diese Technik nicht so richtig durch, es gibt immer wieder Ansätze zur Einführung und Etablierung, aber der Kunde will nicht so recht. Einzig das JAZ-Drive (siehe Abbildung 2 GB SCSI-Version) aus dem gleichen Hause macht dem ZIP Konkurrenz. Syquests Politik, jedes halbe Jahr ein neues Konkurrenzprodukt ins Rennen zu schicken, verhält sich konträr zu der Herausforderung, einen neuen Diskettenstandard zu etablieren, der die Grundvoraussetzung für einen bequemen Datenaustausch ist. Wenn man demgegenüber die von Iomega schon erreichte Marktposition bedenkt (November 1997: 10 Millionen verkaufte Laufwerke), scheint Syquest trotz teilweise besserer technischer Daten schon das Rennen verloren zu haben. Abgesehen davon wird immer wieder von mangelnder Nutzerfreundlichkeit auch der neuesten Syquest Geräte berichtet, die gerade in der Installationsphase für den Computerlaien ein Ärgernis ist.

Das Gerät von 3M, Compaq und Matsushita wiederum, auch „“Superdrive““ genannt, weist technische Daten auf, die es für viele Anwender inakzeptabel machen: Weil es unbedingt die Kompabilität mit dem alten Diskettenstandard wahren will, wird es eine Übertragungsgeschwindigkeit haben, die weit unter der von Festplatten und auch des parallelen ZIP Drive liegt, vergleichbar eher mit der der jetzigen Disketten.

Die Zusammenfassung von zwei Funktionen in einem Gerät ist letztlich lediglich unter dem Gesichtspunkt der Platzersparnis von Bedeutung: Für die Hersteller von PCs, die sich zwischen ZIP und LS-120 als Standardausstattung zu entscheiden haben (der Computerbesitzer, der sich für ein Laufwerk interessiert, hat sowieso schon ein 1,44-MB-Gerät eingebaut) kommt es preislich gleich, ob sie ein ZIP zusammen mit einem Laufwerk alten Standards einbauen oder nur ein LS-120.

Zusammenfassung

Unter den vielen Anbietern von wechselbaren Speichermedien hat sich Iomega mit seinen ZIP Laufwerken einen festen Platz sichern können. Gerade im Bereich der Hobby Anwender ist das ZIP Laufwerk sehr beliebt. Die unterschiedlichen Anschlüsse machen es dem Anwender leicht sich für eine Version zu entscheiden. Mit einer Speicherkapazität von 100 bis zu 250 MB ist eine durchaus brauchbare Größe erreicht. Mit ca. 200 € ist das parallele ZIP Laufwerk auch noch bezahlbar. Die einzelnen Datenträger sind allerdings im Vergleich zur Datengröße nicht sehr billig zu nennen, die 100 MB Diskette liegt bei ca. 10 – 12 €.

Weitere Informationen

InfoLink
Herstellerhttp://www.iomega.de
IOMEGA Support Seitehttp://www.iomega-europe.com/support/deutsch/index.html
IOMEGA Support (engl)http://www.iomega.com/support/
Handbücher und Readme Dateienhttp://www.iomega-europe.com/support/deutsch/gr_specman.html
FAQ Serie Deutschhttp://www.iomega-europe.com/support/deutsch/gr_faq.html
Sehr gute ZIP-MINI-FAQ V3.8http://www.paede.de/mark/zip/zip-faq.htm

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