GRUNDLAGEN



Beispiele einer kleinen Verkabelung

Unser Bespiel zeigt eine kleine fiktive (schwäbische) Dienstleistungsfirma, nennen wir sie einmal Arm & Redlich GmbH. Diese Firma hat ihren Sitz im Erdgeschoss eines Industriegebäudes. Zum Firmenstart (1992) wurden 28 Mitarbeiter neben den beiden Firmengründern beschäftigt.

Diese fiktive Firma unterhält Büroräume in einem Wohn- und Gewerbegebiet. Im Parterre des alleinstehenden Hauses sind folgende Büroräume untergebracht:

 

Eingang
Empfang
Geschäftsleitung
Büro 1 und 2
Büro 3 und 4

 

Die Firma Arm & Redlich GmbH ist mit Pentium Maschinen ausgestattet und arbeitet unter Windows 3.11 (WfW). Bisher konnten die anfallenden Arbeiten ohne Netzwerk erledigt werden. Durch neue Aufträge und um die Firma konkurrenzfähig zu halten wird die Vernetzung angedacht. Das Gebäude ist bereits mit Kabelkanälen und Bodenschächten ausgestattet.

Aus Kostengründen wählt man an eine Ethernet Vernetzung nach 10 Base 2 und dünnem Koaxialkabel RG-58U. Eine solche Verkabelung würde etwa wie abgebildet aussehen.

Vorteile:

einfach realisierbar
kostengünstig
überschaubar

Nachteile:

keine Redundanz
langsam
anfällig

Drei Jahre später (1995) 

Die Vernetzung hat sich bewährt. Leider gab es immer wieder Störungen, weil das Koaxialkabel beschädigt oder gar unterbrochen war. Eine Angestellte erzählt den Chefs von der Twisted Pair Verkabelung ihres Mannes in seiner Zahnarztpraxis. Netzwerkausfälle wie bisher würden dann der Vergangenheit angehören. Mit der Erneuerung der Rechner trennt man sich auch vom alten 10 Base 2 Netz und stellt die Firma um auf das modernere 10 Base T.

Die TP Verkabelung ist noch relativ einfach einzurichten, da nur je ein Kabel von Raum zu Raum verlegt werden muss.

Die einzelnen Büros werden beispielsweise als Arbeitsgruppen mit je einem eigenen kleinen Hub oder Concentrator ausgestattet. 

Ein zentraler Hub verbindet die einzelnen Hubs untereinander.

Die Ausfälle der Vergangenheit sind mit dieser Lösung Geschichte. 

Drei Jahre später (1998) 

Um konkurrenzfähig zu bleiben werden weitere Aufgaben übernommen, ältere Aufgaben fallen dafür weg. Dies hat zur Folge, dass das Peer-to-Peer Netzwerk an seinen Grenzen angekommen ist. Mit 30 Rechnern war es ohnehin sehr großzügig ausgelegt. An einer Modernisierung kommt man nicht mehr vorbei, dazukommt, dass die Firma an das Internet angeschlossen wird und E-Mail erhält. Ein eigener Web-Server ist ebenfalls geplant. Wieder werden die Rechner erneuert. 

Die Realisierung erfolgt mit TP Kabel der CAT5. 

Mit den neuen Netzwerkkarten mit  100 Mbit/s wird eine deutliche Leistungssteigerung erwartet. Die Verkabelung erfolgt dienstneutral um mehrere Dienste über das Netzwerk zu realisieren. 

Über switching Hubs erfolgt die Vernetzung. Hubs und Server werden in einen Serverschrank auf den Flur gestellt.

Durch die Umstellung auf Client-Server, in Verbindung mit einem 100 Mbit Netz und der Montage in einem modernen ansehnlichen Serverschrank (19 Zoll Rack) bleiben der Firma größere Umbaumaßnahmen erspart. In dem 19" Rack verbleibt noch Platz für Erweiterungen und/oder weitere Server. Für die Zukunft ist man gerüstet.

Anmerkung: Die hier genannte Firma Arm & Redlich ist rein fiktiv und wurde vom Autor frei erfunden. Jede Ähnlichkeit wäre daher rein zufällig.