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Die Nachfolge i820
Auf Mainboards für Intel-Prozessoren von Celeron bis Coppermine
dominiert derzeit immer noch der Intel hauseigene BX-Chipsatz.

Die seltsamen Umwege der Leitungen zwischen dem i820 und dem i805
MTH (Memory Translation Hub) deuten auf Rambus hin: Sie bewirken
gleiche Leitungslängen und Signallaufzeiten; nur so sind die
hohen Taktraten des Rambus realisierbar. |
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Auch die
Funktionsvielfalt der Apollo-Familie des Konkurrenten Via konnte daran nicht
viel ändern, der BX blieb der schnellste und beliebteste Meister aller
Datenpfade. Intel selbst möchte nun den i820 (Codename Camino) als würdigen
Chipsatz-Nachfolger etablieren, der vor allem mit seinem neuem
Speicher-Interface auf sich aufmerksam macht: Rambus.
Bei den Speicherpreisen solcher Rambus Bausteinen drückt es dem
Anwender allerdings die Tränen ins Gesicht, denn ein 128-MByte-Modul kostete
noch vor kurzem über
1000 Mark.
Dafür wird der Nachfolger des mächtigen BX Chipsatzes einiges an
Leistung aufweisen können.
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Die Bedeutung des Chipsatzes in aktuellen Systemen wächst
nämlich weiter.
Immer mehr Geräte können ohne direkte Unterstützung des Prozessors
arbeiten, benötigen aber Daten aus dem Hauptspeicher oder liefern dort
welche ab. Der Chipsatz hat sich zum Hauptumschlagplatz für diese Daten
entwickelt, er verwaltet sämtliche Datenpfade des Systems:
 | Der Frontside-Bus (FSB) verbindet Chipsatz und Prozessor. |
 | Den Hauptspeicher spricht der Chipsatz über einen separaten Bus
an. |
 | Über AGP ist die Grafikkarte direkt an den Chipsatz angebunden. |
 | Der PCI-Bus hat sich als Standard-Schnittstelle etabliert, um den
Rechner mit weiteren Funktionen wie SCSI oder Firewire auszustatten;
die meisten Chipsätze binden zudem die Ultra-ATA-Hostadapter als
PCI-Geräte ins System ein. |
 | Unter Geschwindigkeitsaspekten weniger kritisch sind die weiteren
Anschlüsse des Chipsatzes: USB-Unterstützung, AC´97-Sound-Kanäle
und herkömmliche Schnittstellen wie serielle oder parallele. |
Diese Datenpfade arbeiten in allen modernen Chipsätzen weitgehend
unabhängig voneinander, um den Prozessor zu entlasten. Er soll in Ruhe
rechnen und Daten mit dem Hauptspeicher austauschen können, während
der Chipsatz andere Anforderungen ohne seine Hilfe erledigt. So können
Festplatten-Adapter die gelesenen Daten direkt in den Hauptspeicher
schreiben, oder die Grafikkarte kann sich die benötigten Texturen von
dort holen.
| Vielleicht als Reaktion auf die absehbar hohen
Preise für Rambus-Module hat Intel einen Weg vorgesehen, um den
i820 mit herkömmlichen SDRAM-Speichern nutzen zu können. Die Lösung
heißt Memory Translation Hub (MTH), ein Baustein, der sich gegenüber
dem Chipsatz als RDRAM-Modul ausgibt und intern alle
Rambus-Befehle in SDRAM-Zugriffe übersetzt. Er unterstützt 64-
und 128-MBit-Chips in maximal vier Bänken. Mit normalen
PC100-Modulen schränkt er so den Speicherausbau auf 512 MByte
ein, die recht exotischen 512-MByte Registered-DIMMs ermöglichen
1 GByte. |

ASUS hat bereits einen Adapter auf den Markt gebracht, um
günstigere SDRAM Module zu nutzen.
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Die SDRAM-Unterstützung anderer Chipsätze ist besser: Der Intel BX
und VIA 694X erreichen 1 GByte schon mit aktuellen Modulen, da sie acht
Bänke verwalten. Warten wir also ab, wie der Markt entscheiden wird.
Eines ist aber heute bereits klar, es bleibt interessant im Chipsatz
Dschungel. |