Anmerkungen zur Hauptplatine

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Bei den älteren Prozessoren war es noch nicht möglich die Kerntemperatur direkt aus der CPU abzulesen. Hier mussten externe Messfühler her. Glücklicherweise gab und gibt es Mainboards, die über mehr oder weniger brauchbare Sensoren verfügen. Die beiden Abbildungen zeigen je ein Board aus dem Hause Asus (links) als auch eins aus dem Hause Thyan.

Das Problem mit solchen externen Sensoren ist, dass sie möglichst direkt an die CPU kommen sollte, was allerdings durch Kühlkörper und diverse Befestigungen oftmals nicht möglich ist. Daher nahm man, wie bei Abbildung 1 direkt am Slot 1, in den die CPU gesteckt wurde die Messung vor. Dabei ging man ganz bewusst Fehlmessungen ein. Andere Hersteller legten einen Fernsensor mit bei, dieser Messfühler war an einem Kabel befestigt und konnte so besser an den heißen Kern der CPU gelangen.

Abbildung zwei zeigt die Lösung mittels einer Messdiode. Diese sollte direkt an den Boden der CPU ragen um eine brauchbare Messung durchzuführen. Auch hier gang es immer wieder Fehler, weil bei der Montage die Diode nach unten gedrückt wurde.

Bei den moderneren Prozessoren der Klasse AMD Athlon und Pentium 4 wird die Temperatur direkt in der CPU gemessen und steht so dem jeweiligen Mainboard zur Verfügung. Fehler sind hier durch zu kurze Kabel oder einen falschen Messplatz nicht mehr möglich.

   


Regelbare Lüfter in Netzteilen und CPU-Lüftern sind heute meist die Regel, eine Auswertung der Temperaturen mittels Software hingegen noch nicht überall. Dabei geht es anders wie immer wieder bewiesen wird.

Bitte bedenken Sie, dass bei den heutigen Rechnern die CPU's so hoch getaktet sind, dass eine mangelhafte oder gar defekte Kühlung der CPU zum schnellen Sterben derselben führt. 

Dies muss nicht sein, die vorhandenen Überwachungssysteme moderner Mainboards können durch die Temperatur- und Drehzahlüberwachung Fehler erkennen und rechtzeitig warnen. So bleibt Ihnen wenigstens noch Zeit um die Daten zu speichern.

Gerade beim Einsatz von günstiger Hardware, wie beispielsweise Lüfter, kann es vorkommen, dass diese günstige schneller altern als vergleichsweise hochwerte und die Kühlleistung sinkt ab. Solche Probleme können erkannt und gelöst werden. Schließlich kostet ein neuer CPU Lüfter nur wenige Euro, für eine neue CPU müssen Sie schon wesentlich tiefer in die Tasche greifen.

 

 

Auf besseren Mainboards erfolgt die Auswertung der CPU Temperatur, die Drehzahlen von CPU Lüfter, Netzteillüfter sowie möglicher weiterer Lüfter. Diese Daten werden über das BIOS dem jeweiligen Betriebssystem zur Verfügung gestellt. Von hier aus erfolgt dann einerseits die Auswertung der Daten, andererseits werden Vorkehrungen getroffen um die entsprechenden Schutzmaßnahmen einzuleiten. Diese können dann beispielsweise wie folgt aussehen:

  • Lüfter der warmlaufenden Komponente einschalten bzw. Drehzahl erhöhen

  • Alle Lüfter im Netzteil hochfahren

  • Warnmeldung an Benutzer ausgeben!

  • Leistungen einzelner Komponenten herunterfahren um Wärmeerzeugung zu mindern (Trotteling)

  • Notkühlung aktivieren

  • Abschaltung des gesamten Rechners

Heute sollten moderne Mainboards eigentlich über solche oder ähnliche Eigenschaften verfügen. Viele Hersteller haben tatsächlich mehr oder weniger brauchbare Funktionen eingebaut. Dennoch ist oftmals ein Vorgehen wie mit dem Vorschlaghammer erkennbar. Gerade günstigere Boards aus Fernost gehen da oftmals radikal vor, wenn der User nicht reagiert wird der Rechner abgeschaltet ! Basta. Das kann natürlich nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Schließlich soll dem Anwender ja Zeit gegeben werden die Daten zu sichern, um nach der Problemlösung wieder weiter zu arbeiten. Leider sehen das einige Hersteller anders. Ein vorbildliches Beispiel gibt hier Fujitsu Siemens ab. Die modernen Boards verfügen über die passenden Sensoren und regelbare Lüfteranschlüsse. Nicht bei jedem Betriebssystem ist ein spezieller Treiber notwendig. Die eingesetzte Regelungssoftware, SystemGuard genannt, erlaubt diverse Einstellungen und die Schutzmaßnahmen greifen durchdacht und sicher. So wird dem Anwender sicherlich die eine oder andere unliebsame Überraschung erspart und die Hardware bleibt Ihnen erhalten.

Prädikat: Empfehlenswert 

 

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