Tastatur (Keyboard)

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Die Tastatur ist das ureigenste Eingabegerät für Personal Computer. Auch wenn uns durch modernere Betriebssysteme vorgegaukelt wird, die Maus sei das Haupteingabegerät, so können Sie ja einmal den Test wagen - erledigen Sie Ihre EDV Arbeit, verzichten Sie dabei jeweils einen Tag auf die Maus und danach einen Tag auf die Tastatur. Sollte Ihr Rechner und Ihre Ehe dies überlebt haben, so wissen Sie sicherlich was wichtiger ist.

Etwas zur Geschichte

Dass die Tastatur, auch Keyboard genannt werden und von der Schreibmaschine abstammen ist sicherlich jedem klar. Allerdings war die heute bekannte Zeichenanordnung (QWERTY in USA und QWERTZ in Europa) lange Zeit nicht als Standard definiert. Die ersten Schreibmaschinen waren noch mit mehr oder weniger willkürlich angeordneten Buchstaben versehen (etwa um 1890) jeder Hersteller baute seine Tastatur mit seinen Anordnungen. Erst nach und nach setzte sich der Wunsch nach einer Vereinheitlichung durch. Im Laufe der Zeit wurde dann in den USA auf das als "QWERTY" benannte Anordnungssystem gewechselt. Die Ursache dafür war einzig und allein die menschliche Faulheit. Die Anordnung der Buchstaben wurde nach der Häufigkeit in allgemeinen Schreiben und Briefen gewählt.

Im Klartext bedeutet dies, dass die "Maschinenschreiber" ihre Hände an dem äußeren Rand der Maschine hielten, dort wurden auch die häufig gebrauchten Buchstaben angeordnet, die Buchstaben, die seltener gebraucht wurden kamen in den Mittelbereich der Tastatur wo eben noch Platz war. So entstand die Anordnung der Buchstaben, die als "QWERTY" bekannt wurde. Als der Computer die Welt erblickte wurde recht schnell eine Tastatur entwickelt, die ebenfalls nach diesem System arbeitete. Das amerikanische Tastaturlayout wurde als Standard für die westlichen Computer übernommen. Mit den elektrischen Schreibmaschinen war die Basis für Tastaturen für den Computer geschaffen. Tatsächlich waren die ersten Tastaturen für Computer elektrische Schreibmaschinen mit einer Rechnerschnittstelle. In Deutschland und dem deutschsprachigen Raum wurde schnell erkannt, dass bei uns die Häufigkeit der Buchstaben anders war als in den USA. 

Die ersten Tastaturen

Commodore PC mit TastaturAlle Anwenderinnen und Anwender des 10-Finger Blind schreib Verfahrens wissen was es für ein Leiden war auf den Tastaturen blind Schreiben zu erlernen. Zu der Zeit war Deutschland noch geteilt und besetzt, eigene Wünsche wurden nur ungern gesehen. So einigte man sich schließlich nur auf die Einführung des deutschen Keyboards mit einem speziellen Layout, wobei nur einige Buchstaben und Sonderzeichen geändert bzw. hinzugefügt wurden. Neben dem Tausch von "Z" und "Y" kamen die deutschen Umlaute dazu, verändert wurden dafür diverse Tasten für die Steuerzeichen wie Slash (/) und Backslash (\). Was sich alles von unserer deutschen Tastatur unterscheidet können Sie einfach testen: Starten Sie eine DOS Eingabeaufforderung und geben Sie ein: KEYB US (Return) Schon haben Sie die amerikanische Tastatur. Mit KEYB GR (Return) sind Sie wieder zurück im Lande.

 

"Richtige" Tastaturen

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Quelle: http://www.weihenstephan.de/ui/vitrine/tastatur/

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IBM-PC (XT-Tastatur)

83 Tasten, 1983 Diese Standard Tastatur wurde damals an den IBM Systemen verwendet.

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Multiplan AT

84 Tasten, ab 1985

10 Funktionstasten (linke Seite),
56 Tasten (Mitte),
18 numerische Tasten (abgesetzt rechts),
große Umschalt- und Dateneingabetaste. Erste Officefähige Version

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Standard AT Tastatur

102 Tasten, ab 1987

12 Funktionstasten oben Mitte,
4 Sondertasten oben (links: ESC, rechts: PrtScr, ScrLock, Break),
59 Tasten unten links,
10 Bewegungstasten (="Cursorblock") unten Mitte,
17 numerische Taste (inklusive zweiter Dateneingabetaste) unten rechts.

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Standard Tastatur 1986-1997

102 Tasten, 1986-1997

Key Tronic Layout im wesentlichen wie Standard-AT. Die dort eingefügten Tasten zwischen den Ctrl- und Alt-Tasten wurden unter Verkleinerung der rechten Umschalt- sowie der Dateneingabetaste wieder in die höheren Tastenzeilen eingegliedert.
www.keytronic.com

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Windows-Tastatur

105 Tasten, heute

Layout wie Standard-Tastatur. 

In der untersten Tastenzeile wurden unter Auflösung der Leerräume und Verkleinerung der Leertaste zwei "Windows"- und eine "Lokales Menü"-Taste eingefügt. Diese Tastaturen sind heute Standard.

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Diese Anordnung mit deutschen Layout steht heute vor Ihnen auf dem Schreibtisch und ist als "QWERTZ" bekannt geworden. Immerhin kamen die ersten Tastaturen vor cirka 20 Jahren auf den Markt, damals sahen sie aber noch abenteuerlich aus, die heutigen Tastaturen wie wir sie kennen (IBM-kompatibel) sind erst seit 12 - 13 Jahren auf dem Markt.

Schon recht früh tat sich auch hier ein Hersteller besonders hervor und wurde zu einem de facto Standard. Gemeint ist die Oberpfälzer Firma CHERRY, die Weltruhm sehr früh errungen haben und zum Industriestandard gehören. Haltbarkeit und Sicherheit waren hier ebenso Standard wie eine hohe Lebensdauer.

Noch heute werden im semiprofessionellen und Profibereich sehr viele Cherry Tastaturen eingesetzt, weil sie einfach gut sind. Legendär wurden die so genannten Gold Versionen, hier waren und sind die einzelnen Goldschneidekontakte rein mechanisch und haben daher eine exzellente Zuverlässigkeit und hohe Lebensdauer. Prädikat: Empfehlenswert

Funktionsweise

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Waren die ersten Tastaturen bekanntlich umgebaute elektrische Schreibmaschinen mit direkter Signalzuordnung, wurden später spezielle Binärcodierungen für Tastaturen genutzt und entwickelt. In der Anfangszeit waren dies einfache Buchstaben in Großschrift  und Zahlen. Als Grundlage diente hierzu der ASCII Code. 

Der American Standard Code for Information Interchange, nachfolgend ASCII genannt,  ist eine US-nationale Definition der Position einiger Buchstaben, Ziffern, Satz- und Steuerzeichen in einer Tabelle von 0 bis 127. Im ASCII-Code sind jedoch keine Umlaute enthalten. 

Um den ASCII- Zeichensatz auch international verwenden zu können, definierte die Normungsorganisation ISO (International Standards Organisation) einige Zeichen, unter anderem die eckigen und geschweiften Klammern, als Umlaute und Sonderzeichen. Da konnte es schon mal passieren, dass ein Wort wie "Ärmelgröße" plötzlich als "[rmelgr|~e" auf dem Drucker ausgegeben wurde.

Später entschloss man sich vielerorts, anstelle der verwirrenden Doppelbelegungen doch besser die 128 restlichen Zeichen, die sich mit einem Byte darstellen lassen, mit nationalen Zeichen zu belegen. Diese Belegung wurde jedoch von verschiedenen Computerherstellern unterschiedlich vorgenommen. Auf den IBM-kompatiblen PCs ist die von IBM definierte PC8-Erweiterung mit Umlauten, Rähmchen und einer Auswahl von selten benötigten Sonderzeichen gebräuchlich. Dies blieb unter DOS bis heute unverändert. 

Microsoft hielt sich wieder einmal nicht an Definitionen und führte mit der grafischen Benutzeroberfläche "Windows" einen wiederum von der ISO zusammengestellten Zeichensatz ein, der oberhalb der 128 ASCII-Zeichen von diesem De-facto-Standard abweicht, so dass DOS-Textdateien mit Umlauten unter Windows nicht mehr ohne weiteres lesbar sind und umgekehrt.

Sehen wir uns nun an, wie ein Zeichen entsteht.

Stellen wir uns einen einfachen DOS-Rechner vor:

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Also haben wir hier bereits zwei Zeichensätze, einen für das Tastaturlayout und einen für die darstellbaren Zeichen am Monitor. Sollten Sie noch einen Drucker verwenden muss ein weiterer Zeichensatz für den Drucker genutzt werden. Normalerweise ist all das bereits für Sie eingestellt und es wird kaum ein Wort wie "Ärmelgröße" plötzlich als "[rmelgr|~e" auf dem Drucker ausgegeben.

Sobald Sie einen Scanner nutzen und einen Text einscannen kommt noch etwas hinzu: Das eingescannte ist eine reine Grafik und für den Rechner in der Rohform nicht als Text nutzbar. Mit einer speziellen OCR Software (Optische Zeichenerkennung) kann man das ändern. Optische Zeichenerkennung (OCR) ist der Prozess, der ein Bild in vom Computer bearbeitbaren Text umwandelt. Während der optischen Zeichenerkennung analysiert die Software ein Bild und definiert Textzeichen. Nach der OCR können Sie den erkannten Text in verschiedenste Textverarbeitungs-, DTP- und Tabellenkalkulationsprogramme exportieren. 

Technologien

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Es gibt die unterschiedlichsten Technologien für ebenso unterschiedliche Anwendungen. Da gibt es Gas- wasser- und staubdichte Tastaturen, dünne, dicke, breite und schmale. Es werden kurze, lange und Sonderanfertigungen produziert. Für den Bereich des "normalen" PC kommen heute dominant Gummimattenbasierende Tastaturen zum Einsatz. Diese sind einfach und sehr preisgünstig herzustellen. Auch für die vielen PDA sind Erweiterungstastaturen erhältlich, die das arbeiten dann wesentlich einfacher gestalten.

Für höherwertige Bedürfnisse und Ansprüche kommen Tastaturen mit mechanischen Tastenaufbau zum Einsatz. Hier trennt sich auch sehr schnell die Spreu vom Weizen. Hochwertige Tastaturen, wie etwa die aus dem Hause Cherry, verfügen über hochwertige Folienkontakte oder sogar Goldschneidekontakte. Damit erreicht man eine sehr hohe Lebensdauer, ein sauberes Druckgefühl und eine extrem hohe Zuverlässigkeit.

Weniger gute und dafür oftmals günstigere Tastaturen setzen schon früher aus, oder haben so genannte Tastaturpreller. Dabei kommt es zu einem wiederholten ungewollten Kontakt und das Zeichen oder der Buchstabe erscheint doppelt. Dass so etwas sehr lästig sein kann können Sie sich sicher vorstellen. Generell sollte man beim Rechnerkauf nicht an der falschen Stelle sparen und auch bei der Tastatur auf Qualität setzen. 

Verwendungen

Heute kommen neben den bekannten Rechner Tastaturen viele andere Sonderformen zum Einsatz, beispielsweise in den Bereichen Maschinensteuerung, Telekommunikation, Medizin, Fernbedienung, Multimedia und viele viele mehr. Hinzu kommen noch Sonderanfertigungen für den Rechnerbereich, denken Sie nur an Tastaturen mit integriertem Touchpad, Joystick, biometrische Diensten (Fingerabdruck ... ) oder den diversen Sondertasten für Mail, Internet usw. Nicht zu vergessen die Tastaturen in Büros, Supermärkten usw. mit Magnetkarten- und Barcodeleser. Momentan sind in Japan aufrollbare Tastaturen in. Die Liste lässt sich weiterführen.

 

 

Sonderformate

Tastaturen mit eingebauten USB Hubs, einem Anschluss für die Maus oder anderen Eigenschaften sind heute verfügbar. Beim PC eine Neuheit, war so etwas schon früher bei den Marken Apple, Amiga oder Atari Standard. Es kommt eben alles wieder. Microsoft hat sich speziell der Ergonomie verschrieben und erstmals das "Natural Keyboard" herausgebracht. Viele Anwender nennen dieses Ungetüm auch einfach nur "Microsoft Natural Surfbrett". Blindschreiber allerdings kommen damit schnell sehr gut zurecht.

Prädikat: Empfehlenswert.

 

! Achtung Humor !

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PRESS  ANY  KEYAchtung Humor !Aus eigenen Erfahrungen an der Supporthotline kennt der Autor die nervigen Anrufe, bei denen überforderte Anwender (egal ob Männlein oder Weiblein) die allseits bekannte "Any Key" Taste suchen. Englischsprechende Mitmenschen wissen zwar sofort, dass hier "irgend eine beliebige" Taste gemeint ist, aber oft genug wird dann eine Taste mit dem Aufdruck ANY gesucht und - natürlich nicht gefunden. Hier kommen die Spezialisten und Humoristen zum Einsatz, wie Sie unschwer aus nebenstehender Abbildung entnehmen können.

< Ironie on > Angeblich soll sogar an eine Speziallösung gearbeitet werden, bei welcher gleichzeitig drei Tasten angesprochen werden. Gemeint sind die Tasten CTRL + ALT + ENTF. Wann oder besser ob diese Entwicklung weitergeführt wird entzieht sich der Kenntnis des Autors. < Ironie off >

 

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