VESA Local Bus |
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Darüber hinaus ist der Bustakt immer identisch mit dem Takt der CPU. Dies ermöglicht beispielsweise bei Grafikkarten die Nutzung des gesamten Adressbereichs von 4GByte. Die sonst übliche langsamere Methode, den Videozugriff über ein 64KByte Segment im Speicherbereich unter 1MByte durchzuführen, entfällt.
Bei der neueren Spezifikation 2.0 wird der VLB mittels Adress/Daten-Multiplexing auf 64-Bit erweitert. Dennoch kommt der VLB-Slot ohne den 16-Bit-ISA-Slot nicht aus - über diesen Teil werden nämlich die Adress- und Steuersignale geführt, während die Local-Bus-Erweiterung dem Datentransport vorbehalten ist. Laut den VESA-Spezifikationen darf der VLB lediglich an drei Slot herausgeführt sein und zudem die Taktfrequenz von 40MHz nicht überschreiten. Häufig werden jedoch die Mainboards mit mehr Slots angeboten und mit einem Takt von 50MHz betrieben, was zum Teil zu Problemen führt (Ausfall Systemplatine oder der Steckkarten).
Ein
Problem mit den VLB-Steckkarten war, dass sie durch die laufenden Änderungen bei
den VESA-Definitionen teilweise untereinander inkompatibel wurden. Die Industrie
konnte sich darauf nicht verlassen, dass es irgendwann eine einheitliche
Standardisierung gab.
So wurde der VESA-Local-Bus nicht zum erhofften neuen Standard. Stattdessen wurde der PCI-Bus favoritisiert. Damit war das Ende des VLB eingeleitet. Heute findet der VESA-Local-Bus keine Verwendung mehr. Einige Industriesysteme nutzen ein System, welches auf VESA 2.0 basiert. Solche Industrie PC Systeme werden sehr häufig bei Maschinensteuerungen eingesetzt.
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