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Vorgang beim Start
Rechnerstart am Beispiel von MS-DOS.
Das Starten des Computers hat zwei Gründe: Zum einen müssen die Baugruppen mit Strom versorgt
und in einen definierten Nullzustand gebracht werden, zum anderen muss das
Betriebssystem (Steuersoftware) des PCs (z.B. MS-DOS 6.22) in den Hauptspeicher geladen werden. Es wird
benötigt um Applikationen zu betreiben, zu steuern und gegebenenfalls deren
Befehle entgegenzunehmen und auszuführen. Das Starten des PCs bedeutet also den Hardwarestart und
das Laden des Betriebssystems (Software).
Im Moment des Einschaltens, beginnt im Rechner ein sich immer wiederholender Vorgang, das Booten (Bezeichnung
für den Startvorgang, amerikanisch: von boots, Stiefel hoch- oder
anziehen). Man spricht hier auf von dem sogenannten Boot Strap, jenen Files, die beim Startvorgang
geladen werden.
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IO.SYS |
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MSDOS.SYS |
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CONFIG.SYS |
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COMMAND.COM |
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AUTOEXEC.BAT |
Anmerkung: Sollte Ihre Festplatte komprimiert sein, so
wird selbstverständlich der Treiber DBLSPACE.BIN auch noch geladen um an die
Daten zu gelangen.
Nachdem das Netzteil alle Baugruppen mit Strom versorgt hat, führt der Rechner einen Selbsttest
durch, den sogenannten Power On Self Test (POST). Dies ist daran zu erkennen, das an
den Disketten-Laufwerken die Betriebsanzeige-LED kurz aufleuchten und auf dem Bildschirm die Größe
des Hauptspeichers angezeigt und hochgezählt wird. Diesen Speichertest kann man
bei manchen Rechner durch Drücken der ESC-Taste überspringen, dennoch sollte man von Zeit
zu Zeit den Speichertest durchführen um die richtige Funktion der Speicher-Chips zu
überprüfen.
Anmerkung: Der Speichertest läuft natürlich nicht so langsam ab, wie man ihn am Bildschirm
verfolgen kann. In der Zeit des Testdurchlaufes wird der Speicher einige Hundertmal getestet.
Während des Selbsttest werden die Rechner-Baugruppen, wie CPU, Grafikkarte, Speicher, Laufwerke,
Tastatur usw. überprüft und Fehler mit Bildschirmmeldungen und/oder Piepstönen
angezeigt oder ausgegeben.
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