Start Vorwort Inhalt Glossar Der PC Wie geht was Die CPU Chipsatz Arbeitsspeicher Rechnerstart Festplatten Betriebssysteme Bussysteme SCSI Peripherie RAID Netzwerke Rechnerkauf Troubleshooting Download Gästebuch Suchen
|
[ Schnittstellen ] [ DFÜ ] [ Drucker ] [ PC-CARD ] [ USB ] [ ZIP Drive ] [ FireWire IEEE 1394 ] [ IrDA ] [ Bluetooth ] [ CD-ROM ] [ DVD ] [ Tastaturen ] [ Soundkarten ] [ Fertige Systeme ]
Tastatur (Keyboard)
Die Tastatur ist das ureigenste Eingabegerät für
Personal Computer. Auch wenn uns durch modernere Betriebssysteme
vorgegaukelt wird die Maus sei das Haupteingabegerät, so können Sie ja
einmal den Test wagen - erledigen Sie Ihre EDV Arbeit, verzichten Sie
dabei jeweils einen Tag auf die Maus und danach einen Tag auf die
Tastatur. Sollte Ihr Rechner und Ihre Ehe dies überlebt haben, so wissen
Sie sicherlich was wichtiger ist.
Etwas zur Geschichte
 |
Dass die Tastatur, auch Keyboard genannt werden und
von der Schreibmaschine abstammen ist sicherlich jedem klar.
Allerdings war die heute bekannte Zeichenanordnung (QWERTY in
USA und QWERTZ in Europa) lange Zeit nicht als Standard
definiert.
Die ersten Schreibmaschinen waren noch mit mehr oder
weniger willkürlich angeordneten Buchstaben versehen (etwa um 1890)
jeder Hersteller baute seine Tastatur mit seinen Anordnungen.
Erst nach und nach setzte sich der Wunsch nach einer
Vereinheitlichung durch. |
 |
Im Laufe der Zeit wurde dann auf das als "QWERTY"
benannte Anordnungssystem gewechselt. Die Ursache dafür war einzig
und allein die menschliche Faulheit. Die Anordnung der Buchstaben
wurde nach der Häufigkeit in allgemeinen Schreiben und Briefen
gewählt. Im Klartext bedeutet dies, dass die
"Maschinenschreiber" ihre Hände an dem äußeren Rand der
Maschine hielten, dort wurden auch die häufig gebrauchten
Buchstaben angeordnet, die Buchstaben, die seltener gebraucht wurden
kamen in den Mittelbereich der Tastatur wo eben noch Platz war. So
entstand die Anordnung der Buchstaben, die als "QWERTY"
bekannt wurde. Als der Computer die Welt erblickte wurde recht
schnell eine Tastatur entwickelt, die ebenfalls nach diesem System
arbeitete. Das amerikanische Tastaturlayout wurde als Standard für
die westlichen Computer übernommen. Mit den elektrischen
Schreibmaschinen war die Basis für Tastaturen für den Computer
geschaffen. Tatsächlich waren die ersten Tastaturen für Computer
elektrische Schreibmaschinen mit einer Rechnerschnittstelle. |
Die ersten Tastaturen

Ältere Tastatur (Commodore)
|
In Deutschland und dem deutschsprachigen Raum wurde
schnell erkannt, dass bei uns die Häufigkeit der Buchstaben anders
war als in den USA. Alle Anwenderinnen und Anwender des 10-Finger
Blindschreib Verfahrens wissen was es für ein Leiden war auf den
Tastaturen blind Schreiben zu erlernen. Zu der Zeit war Deutschland
noch geteilt und besetzt, eigene Wünsche wurden nur ungern gesehen.
So einigte man sich schließlich nur auf die Einführung des
deutschen Keyboards mit einem speziellen Layout, wobei nur einige
Buchstaben und Sonderzeichen geändert bzw. hinzugefügt wurden.
Neben dem Tausch von "Z" und "Y" kamen die
deutschen Umlaute dazu, verändert wurden dafür diverse Tasten für
die Steuerzeichen wie Slash und Backslash. Was sich alles von
unserer deutschen Tastatur unterscheidet können Sie einfach testen:
Starten Sie eine DOS Eingabeaufforderung und geben Sie ein: KEYB
US (Return) Schon haben Sie die amerikanische Tastatur. Mit KEYB
GR (return) sind Sie wieder zurück im Lande. |
Quelle: http://www.weihenstephan.de/ui/vitrine/tastatur/
 |
IBM-PC (XT-Tastatur)
83 Tasten, 1983
Diese Standard Tastatur wurde damals an den IBM Systemen
verwendet.
|
 |
Multiplan AT
84 Tasten, ab 1985
10 Funktionstasten (linke Seite),
56 Tasten (Mitte),
18 numerische Tasten (abgesetzt rechts),
große Umschalt- und Dateneingabetaste.
Officefähige Version
|
 |
Standard AT Tastatur
102 Tasten, ab 1987
12 Funktionstasten oben Mitte,
4 Sondertasten oben (links: ESC, rechts: PrtScr, ScrLock,
Break),
59 Tasten unten links,
10 Bewegungstasten (="Cursorblock") unten Mitte,
17 numerische Taste (inclusive zweiter Dateneingabetaste)
unten rechts.
|
 |
Standard Tastatur 1986-1997
102 Tasten, 1986-1997
Key Tronic Layout im wesentlichen wie Standard-AT. Die dort
eingefügten Tasten zwischen den Ctrl- und Alt-Tasten wurden
unter Verkleinerung der rechten Umschalt- sowie der
Dateneingabetaste wieder in die höheren Tastenzeilen
eingegliedert. |
 |
Windows-Tastatur
105 Tasten, heute
Layout wie Standard-Tastatur.
In der untersten Tastenzeile wurden unter Auflösung der
Leerräume und Verkleinerung der Leertaste zwei "Windows"-
und eine "Lokales Menü"-Taste eingefügt. Diese
Tastaturen sind heute Standard.
|
|
| Diese Anordnung mit deutschen Layout steht heute vor Ihnen
auf dem Schreibtisch und ist als "QWERTZ" bekannt
geworden. Immerhin
kamen die ersten Tastaturen vor cirka 18 Jahren auf den Markt, damals
sahen sie aber noch abenteuerlich aus, die heutigen Tastaturen wie wir sie
kennen (IBM-kompatibel) sind erst seit 12 - 13 Jahren auf dem Markt. |
|
| Schon
recht früh tat sich auch hier ein Hersteller besonders hervor und wurde
zu einem de facto Standard. Gemeint ist die Oberpfälzer Firma CHERRY,
die Weltruhm sehr früh errungen haben und zum Industriestandard gehören.
Haltbarkeit und Sicherheit waren hier ebenso Standard wie eine hohe
Lebensdauer. |
 |
|
Noch heute werden im semiprofessionellen und Profibereich
sehr viele Cherry Tastaturen eingesetzt, weil sie einfach gut sind.
Legendär wurden die sogenannten Gold Versionen, hier waren und sind die
einzelnen Goldschneidekontakte rein mechanisch und haben daher eine
exzellente Zuverlässigkeit und hohe Lebensdauer. Prädikat: Empfehlenswert
Funktionsweise
Waren die ersten Tastaturen bekanntlich umgebaute
elektrische Schreibmaschinen mit direkter Signalzuordnung, wurden
später spezielle Binärcodierungen für Tastaturen genutzt und
entwickelt. In der Anfangszeit waren dies einfache Buchstaben in
Großschrift und Zahlen. Als Grundlage diente hierzu der ASCII Code.
Der American Standard Code for Information
Interchange, nachfolgend ASCII genannt, ist eine
US-nationale Definition der Position einiger Buchstaben, Ziffern, Satz-
und Steuerzeichen in einer Tabelle von 0 bis 127. Im ASCII-Code sind
jedoch keine Umlaute enthalten.
Um den ASCII- Zeichensatz auch international verwenden zu können,
definierte die Normungsorganisation ISO (International Standards
Organisation) einige Zeichen, unter anderem die eckigen und
geschweiften Klammern, als Umlaute und Sonderzeichen. Da konnte es schon
mal passieren, dass ein Wort wie "Ärmelgröße" plötzlich als
"[rmelgr|~e" auf dem Drucker ausgegeben wurde.
Später entschloss man sich vielerorts, anstelle der verwirrenden
Doppelbelegungen doch besser die 128 restlichen Zeichen, die sich mit
einem Byte darstellen lassen, mit nationalen Zeichen zu belegen. Diese
Belegung wurde jedoch von verschiedenen Computerherstellern
unterschiedlich vorgenommen. Auf den IBM-kompatiblen PCs ist die von IBM
definierte PC8-Erweiterung mit Umlauten, Rähmchen und einer Auswahl von
selten benötigten Sonderzeichen gebräuchlich. Dies blieb unter DOS
bis heute unverändert.
Microsoft hielt sich wieder einmal nicht an Definitionen und führte
mit der grafischen Benutzeroberfläche "Windows" einen wiederum
von der ISO zusammengestellten Zeichensatz ein, der oberhalb der 128
ASCII-Zeichen von diesem de-facto-Standard abweicht, so dass
DOS-Textdateien mit Umlauten unter Windows nicht mehr ohne weiteres lesbar
sind und umgekehrt.
Stellen wir uns einen einfachen DOS-Rechner vor:
 | Durch das
Niederdrücken einer Taste wird sobald die Tastatur vom Computer
abgefragt wird ein einmaliges Binärzeichen generiert.
Beispielsweise durch Drücken der Taste "f". Der Chip
auf dem Keyboard generiert nun ein Signal und sendet dies an den
Rechner. In unserem Beispiel sendet er 01100110 an den Rechner. Dies
entspricht dem ASCII Zeichen Nummer 102. (Halten Sie die Taste ALT
gedrückt und geben Sie im Ziffernfeld 102 ein)
|
 | Dieses
Zeichen variiert wenn Sie gleichzeitig noch die SHIFT oder CTRL
Taste gedrückt halten, schließlich muss der Rechner diese Zeichen
ja unterscheiden können.
|
 | Je nach Abfragerate kann dieses Zeichen
nun mehrmals an den Rechner gesendet werden. Bei mehrfacher
Wiederholung werden die Zeichen in ein Puffer geschrieben und der
Rechner bedient sich daraus. Kann der Rechner aus dem Puffer nicht
lesen oder die Eingabe logisch verarbeiten kommt es zum Überlauf des
Puffers.
Denken Sie hierbei an einen eingeschlafenen Beamten, welcher auf dem
Keyboard liegt. Hier wird der Rechner einen Überlauf generieren und
andauernd Piepsen - vermutlich ohne Reaktion des Benutzers. Dass hierbei noch
Interrupts und Keyboardcontroller im Einsatz sind lassen wir einmal
beiseite.
|
 | Im Rechner erfolgt eine Auswertung dieses Zeichens. Unser Beispiel
"f" kann von dem Rechner als 01100110 verwertet
werden. Im Hexdezimalen Code bedeutet dies 66, im Oktal Code 146.
Damit kann eine weitere Verwertung des eingegebenen Zeichens erfolgen.
|
 | Je
nach gewähltem Zeichensatz wird nun ein Zeichen für die
Darstellung am Monitor generiert und am Monitor dargestellt. |
Also
haben wir hier bereits zwei Zeichensätze, einen für das
Tastaturlayout und einen für die darstellbaren Zeichen am Monitor.
Sollten Sie noch einen Drucker verwenden muss ein weiterer Zeichensatz
für den Drucker genutzt werden. Normalerweise ist all das bereits für
Sie eingestellt und es wird kaum ein Wort wie "Ärmelgröße" plötzlich
als "[rmelgr|~e" auf dem Drucker ausgegeben.
Sobald Sie einen Scanner nutzen und einen Text einscannen
kommt noch etwas hinzu: Das eingescannte ist eine reine Grafik und für
den Rechner in der Rohform nicht als Text nutzbar. Mit einer speziellen OCR
Software (Optische Zeichenerkennung) kann man das ändern. Optische Zeichenerkennung (OCR) ist der Prozeß, der ein Bild in vom Computer bearbeitbaren Text umwandelt. Während der optischen Zeichenerkennung analysiert
die Software ein Bild und definiert Textzeichen. Nach der OCR können Sie den erkannten Text in verschiedenste Textverarbeitungs-, DTP- und Tabellenkalkulationsprogramme exportieren.
Technologien
Es gibt die unterschiedlichsten Technologien für ebenso
unterschiedliche Anwendungen, von Gas- über wasserdichte Tastaturen
werden kurze, lange und Sonderanfertigungen produziert. Für den Bereich
des "normalen" PC kommen heute dominant gummimattenbasierende
Tastaturen zum Einsatz. Diese sind einfach und sehr preisgünstig
herzustellen. Für höherwertige Bedürfnisse und Ansprüche kommen
Tastaturen mit mechanischen Tastenaufbau zum Einsatz. Hier trennt sich
auch sehr schnell die Spreu vom Weizen. Hochwertige Tastaturen, wie etwa
aus dem Hause Cherry, verfügen über hochwertige Folienkontakte oder
sogar Goldschneidekontakte. Damit erreicht man eine sehr hohe Lebensdauer
und eine extrem hohe Zuverlässigkeit. Weniger gute und dafür oftmals
günstigere Tastaturen setzen schon früher aus oder haben sogenannte
Tastaturpreller, hier kommt es zu einem wiederholten Kontakt und das
Zeichen oder der Buchstabe erscheint doppelt. Dass so etwas sehr lästig
sein kann können Sie sich vorstellen.
Verwendungen
 |
Heute kommen neben den bekannten Rechner Tastaturen
viele andere Sonderformen zum Einsatz, beispielsweise in den
Bereichen Maschinensteuerung, Telekommunikation, Medizin,
Fernbedienung, Multimedia und viele viele mehr. Hinzu kommen noch
Sonderanfertigungen für den Rechnerbereich, denken Sie nur an
Tastaturen mit integriertem Touchpad, Joystick, biometrische
Diensten (Fingerabdruck ... ) oder den diversen Sondertasten für
Mail, Internet usw. Nicht zu vergessen die Tastaturen in Büros,
Supermärkten usw. mit Magnetkarten- und Barcodeleser. Die Liste
lässt sich weiterführen. |
Sonderformate
|

|
Tastaturen mit eingebauten USB Hubs, einem Anschluss
für die Maus oder anderen Eigenschaften sind heute verfügbar.
Microsoft hat sich der Ergonomie verschrieben und erstmals das
"Natural Keyboard" herausgebracht. Viele Anwender nennen
dieses Ungetüm auch einfach nur "Microsoft Natural
Surfbrett". Blindschreiber allerdings kommen damit schnell sehr
gut zurecht. Generell sollte man beim Rechnerkauf nicht an der
falschen Stelle sparen und auch bei der Tastatur auf Qualität
setzen. |
ANY KEY Lösungen
| Aus eigenen Erfahrungen an der Supporthotline kennt
der Autor die nervigen Anrufe, bei denen überforderte Anwender
(egal ob Männlein oder Weiblein) die allseits bekannte "Any
Key" Taste suchen. Englischsprechende Mitmenschen
wissen zwar sofort, dass hier "irgend eine beliebige" Taste
gemeint ist, aber oft genug wird dann eine Taste mit dem Aufdruck ANY
gesucht und - natürlich nicht gefunden. Hier kommen die
Spezialisten und Humoristen zum Einsatz, wie Sie unschwer aus
nebenstehender Abbildung entnehmen können. < Ironie on >
Angeblich soll sogar an eine Speziallösung gearbeitet werden, bei
welcher gleichzeitig drei Tasten angesprochen werden. Gemeint sind
die Tasten CTRL + ALT + ENTF. Wann oder besser ob diese
Entwicklung weitergeführt wird entzieht sich der Kenntnis des
Autors. < Ironie off > |
 |
|
|